New York: Ellis Island war Tausenden ein Tor in die Freiheit

Dezember 20th, 2014

Gleich hinter der Freiheitsstatue war die Freiheit erst einmal wieder zu Ende. Befragungen, Untersuchungen, Tests – erst danach ging es in das Land der Freiheit und vielleicht sogar des Wohlstands. Wenn man nicht wieder zurückgeschickt wurde.
Ellis Island im Hafen von New York war mehr als ein halbes Jahrhundert das Tor zu den USA, an dem Tausende auf Einlass hofften. Vor 60 Jahren – am 12. November 1954 – wurde das Aufnahmelager geschlossen, heute ist es eine der wichtigsten Attraktionen New Yorks.
Fast jeder Amerikaner stammt aus einer Einwanderer-Familie. Doch immer hatten die, die schon da waren, Furcht vor denen, die noch kamen; bis heute. Die Segler des 19. Jahrhunderts ließen ihre menschliche Fracht zumeist einfach an Land, doch nach und nach entwickelten die Bundesstaaten ein Behördensystem.
Schließlich nahm sich Washington der Sache an und ließ eine Insel im Hafen von New York zum großen Auffanglager ausbauen. Dafür wurde ihre Größe verdoppelt, indem man den Erdaushub vom U-Bahn-Bau nutzte. Am 1. Januar 1892 eröffnete die Station mit Krankenhaus, Wäscherei, Restaurant, Kerker und einer großen Halle.
29 Fragen bei der Einreise
In knapp 63 Jahren durchliefen zwölf Millionen Menschen das Auffanglager. Die meisten blieben nur ein paar Stunden da und mussten 29 Fragen beantworten, unter anderem wie viel Bargeld sie hatten. Denn Amerika wollte niemanden, der später der Gesellschaft zur Last fallen würde. Etwa zwei Prozent der Ankömmlinge wurden zurückgeschickt.
Ein Mythos ist es übrigens, dass die Einwanderer zwangsweise englische Namen bekamen. Verschrieb sich der Beamte allerdings bei den seltsamen irischen, polnischen oder deutschen Namen, blieb das zuweilen der neue Familienname.
“Sie haben uns Fragen gestellt”, erinnerte sich Pauline Notkoff 1985 für das Archiv von Ellis Island. “Wie viel ist eins und eins? Wie viel zwei und zwei? Ein Mädchen wurde gefragt: Wie putzt man Treppen? Von unten nach oben oder oben nach unten? Sie antwortete: ,Ich bin nicht nach Amerika gekommen, um Treppen zu putzen.'” Sie kam rein.
“Manche Familien mussten Tage oder Wochen hier ausharren”, erzählt Michael Burke. “Für sie gab es ein Krankenhaus, in dem über die Jahre 35 Kinder geboren wurden. Es sind allerdings auch 3500 Menschen hier gestorben.”
Burke ist Chef der kleinen Fährgesellschaft, die heute jeden Tag Tausende Touristen zur Insel bringt. Denn 1954 schloss Ellis Island, weil der Einwandererstrom nicht mehr nur zentral an einem Ort bewältigt werden konnte. Seit 1991 ist die Insel ein Museum.
Tarzan unter Habenichtsen
“Die meisten sind einfach neugierige Touristen”, sagt Joe Moran, Kapitän eines der Touristenschiffe. “Aber viele sind auch Kinder oder Enkel von Einwanderern.” Und immer mal wieder komme ein sehr alter Mann oder eine sehr alte Frau zu ihm, ein, zwei Dutzend Kinder und Enkel im Schlepptau, und sage ihm: Wissen Sie was, da bin ich als Vierjähriger angekommen, und jetzt habe ich eine große Familie.
Viele berühmte Amerikaner kamen hier als Habenichtse an, etwa Rudolph Valentino (Herzensbrecher), Johnny Weissmuller (Tarzan), Bob Hope (Komödiant), Erich von Stroheim (Regisseur), Edward G. Robinson (Hollywoods Chefgangster), Lucky Luciano (echter Chefgangster), Cary Grant (Hollywoodlegende), Max Factor (Kosmetiklegende), Irving Berlin (“White Christmas”) oder Isaac Asimov (Science-Fiction). Fast jeder dritte Amerikaner kann seine Wurzeln auf Ellis Island zurückführen.
Heute ist Ellis Island eine der größten Attraktionen New Yorks. Das heißt, eigentlich nicht: 1998 stellte nach 200 Jahren Streit der oberste Gerichtshof der USA fest, dass die Insel eigentlich zum benachbarten New Jersey gehört. So war selbst Ellis Island in New York eigentlich eine Immigrantin.

URL der Quelle:
www.welt.de/reise/staedtereisen/

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Wohnungs­eigentum: Alle müssen zahlen, auch wenn’s teuer wird

Dezember 15th, 2014

Wohnungs­eigentümer haften für Gemein­schafts­eigentum gemein­sam. Selbst wenn es teuer wird, ist die Instandset­zung Pflicht. Wird eine Wohnung unbe­nutz­bar, muss die Reparatur sogar unver­züglich erfolgen. Das hat jetzt der Bundes­gerichts­hof entschieden. Drei Eigentümer von Wohnungen in einem Haus müssen nun 54 500 Euro aufbringen und zwei von ihnen wahr­scheinlich auch noch Schaden­ersatz zahlen. test.de erklärt die Rechts­lage.

Pfusch am Bau

Die Immobilie im Amts­gerichts­bezirk Ander­nach war ursprüng­lich ein Zweifamilien­haus. Dann baute einer der damaligen Eigentümer den Keller zu einer selbst­ständigen Wohnung um und verkaufte sie für 82 000 Euro. Die Käuferin zog ein. Wenig später traten Wasser­schäden auf. Ursache: hand­fester Pfusch am Bau. Die Außenwände waren sanierungs­bedürftig. Kosten­punkt: 54 500 Euro. Die Eigentümer­versamm­lung tagte und beschloss mit zwei gegen eine Stimme: Wir machen erst mal gar nichts. Hintergrund vermutlich: Die beiden Eigentümer der Wohnungen im Erd- und Ober­geschoss waren knapp bei Kasse.

Streit vor Gericht

Inzwischen war die Kellergeschoss-Wohnung unbe­wohn­bar. Die Eigentümerin schaltete einen Rechts­anwalt ein und zog gegen die beiden anderen Wohnungs­eigentümer vor Gericht. Das Amts­gericht urteilte für sie, das Land­gericht Koblenz hob das Urteil wieder auf. Derart viel Geld sofort zahlen zu müssen, über­schreite die Opfer­grenze hatten die Richter in Koblenz argumentiert. Der Bundes­gerichts­hof dagegen urteilte heute: Die beiden Eigentümer müssen nicht nur ihren Anteil an der Sanierung des Gemein­schafts­eigentums über­nehmen, sondern der Dritten im Bunde wohl auch noch Schaden­ersatz zahlen, weil sie ihre Wohnung wegen der Mängel am Gemein­schafts­eigentum nicht nutzen konnte. Mit den Einzel­heiten muss sich jetzt noch mal das Land­gericht Koblenz befassen.

Pflicht zur Instandset­zung

Eigentümer­gemeinschaften stehe bei der Entscheidung über Reparaturen am Gemein­schafts­eigentum normaler­weise ein Entscheidungs­spielraum zu, erklärten die Bundes­richter ihr Urteil. Wenn allerdings eine Wohnung wegen Mängeln am Gemein­schafts­eigentum nicht benutz­bar sei, werde die sofortige Instandset­zung zur Pflicht. „Für die Berück­sichtigung finanzieller Schwierig­keiten oder des Alters einzelner Wohnungs­eigentümer ist in solchen Fall­konstellationen kein Raum“, heißt es in der Presse­mitteilung des Bundes­gerichts­hofs zum Urteil.

Prüfung vor Kauf

Von einer solchen Situation betroffenen Eigentümern bleibt nur, das erforderliche Geld per Kredit zu beschaffen oder schnell einen Käufer zu finden. Der Fall zeigt außerdem: Wer eine Eigentums­wohnung kaufen möchte, muss den Zustand des Gemein­schafts­eigentums ganz genau prüfen oder prüfen lassen.

Bundes­gerichts­hof, Urteil vom 17.10.2014
Aktenzeichen: V ZR 9/14

 

Siehe hier:

https://www.test.de/

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Problem: Ein gebrauchtes Smartphone für die Tochter

Dezember 14th, 2014

Wer Kinder hat, weiß, was es alles für Wünsche gibt, die erfüllt werden wollen. Einem Grundschulkind kann man heute eigentlich ein Handy oder Smartphone nicht verwehren. Erstens haben alle Kinder aus der Klasse eines und zweitens ist es halt auch praktisch, sein Kind erreichen zu können bzw. von seinem Kind angerufen werden zu können. Ich hatte also kapituliert und meiner Tochter ein Smartphone versprochen. Aber, das muss ich zugeben, ein neues Smartphone im Laden zu kaufen, war mir zu teuer und einen festen Vertrag mit 2 Jahren Laufzeit wollte ich auch nicht eingehen. Der Ausweg?
Ich hatte vor, ein gebrauchtes Handy oder Smartphone in einem guten An- und Verkauf in Berlin zu erstehen und dieses mit einer Prepaid-Karte mit 20,00€ Guthaben zu füttern. Also fragte ich einige Freunde und Bekannte, ob sie nicht einen Tipp hätten, wo man ein gutes gebrauchtes Smartphone erstehen könne. Ich hatte 2 Adressen in Berlin und ging in der Mittagspause da mal hin. Der erste Laden wirkte auf mich nicht gerade vertrauenserweckend. Vor dem Laden standen komische Leute rum und im Schaufenster, das auch schon ziemlich lange nicht mehr geputzt wurde, lagen mehr oder weniger verstaubte Handys. Der Eindruck von außen war so schlecht, dass ich nicht mal reinging. Schon etwas genervt ging ich am nächsten Tag zu dem anderen empfohlenen Laden, wobei ich da bereits keine großen Erwartungen mehr hatte. Umso mehr wurde ich überrascht. Ein heller, freundlicher Laden mit 2 sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeitern. Ich erklärte meinen Wunsch, Handy für die 10-jährige Tochter, gebraucht und nicht zu teuer. Man zeigte mir verschiedene Modelle wie Samsung Galaxy, HTC One und iphones. Meine Tochter meinte noch, falls es irgendwie geht, sollte es ein iphone sein, weil auch ihre beste Freundin eins hat. Das sind dann die Kriterien, wonach man sich ein Smartphone aussucht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihr ein iPhone schenken könnte, die Dinger sind halt auch gebraucht noch relativ teuer. Der Händler bot mir ein iPhone 4 an, das wirklich sehr gepflegt aussah und dem man sogar ein neues Glas eingebaut hatte. Er wollte 180,00€ dafür mit 6 Monaten Garantie. Mir schien der Preis sehr fair zu sein und weil ich wusste, wie sehr sich meine Tochter über das iPhone freuen würde, griff ich zu. Der Inhaber des An-und Verkaufladens setzte mir gleich noch eine Prepaid-Karte ein, sodass das iPhone sofort einsatzbereit war. Meine Tochter flippte fast aus, als ich ihr das iPhone 4 überreichte, sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie das bekommen würde. Ich war zufrieden, außerdem hatte ich jetzt nicht nur eine zuverlässige Adresse für gebrauchte Smartphones in Berlin, der An- und Verkauf hatte auch gebrauchte Laptops, Notebooks und Tablets im Angebot, sondern auch einen Laden, der bei allen gängigen Smartphones die Displays, Touchscreens und einzelne Bauteile für wenig Geld austauschen konnte.

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Weltumseglung mit Kind – geht das?

Dezember 14th, 2014

Ohne Windelvorrat, ohne Familienhotels, ohne Multivan und ohne die ständige Frage: ist das auch sicher? Vielleicht ist reisen mit Familie gar nicht so kompliziert, wie wir oft denken. Hier kommen Experten zu Wort, die mit ihren Familien Abenteuer erleben: Sie segeln, klettern und ziehen auf eigene Faust los.

Teil zwei unserer Serie: Ben Hadamovsky (47) ist fünf Jahre lang mit seiner Familie um die Welt gesegelt. Als es losging, waren seine Kinder ein und drei Jahre alt.

 

„Eigentlich wollten wir nur zwei Jahre Auszeit nehmen. Ich wollte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und war von dem Leben in Deutschland gefrustet. Aber das Geld reichte dann doch länger als geplant. Die fünf Jahre Reisezeit haben sich einfach so ergeben: Als wir die Kanaren erreichten, merkten wir, dass es schwierig werden würde, von dort aus zurückzusegeln. Also haben wir den Atlantik überquert und uns so Schritt für Schritt um die Welt getastet. Hätten wir gleich die Idee gehabt, einmal um die Welt zu segeln, wären wir vielleicht gar nicht aufgebrochen. 

Wir haben uns viel Zeit gelassen, waren etwa ein halbes Jahr in Portugal und sechs Monate in Neuseeland; in Griechenland habe ich am Ende der Reise auch gearbeitet.

Das erste Jahr war haarsträubend: Meine Frau und ich hatten die Kinder nie zuvor zusammen erzogen, weil ich nur jedes zweite Wochenende zu Hause war. Plötzlich hatte ich Lisa und Nils nonstop um mich herum. In meinem Job war ich immer der Chef, hatte alles im Griff, und musste nun meine Grenzen neu kennenlernen – auf einem knapp zehn Meter langen Boot.

Wir haben uns gut vorbereitet mit Rettungsinsel, Satellitentelefon und einem dicken Erste-Hilfe-Koffer, trotzdem haben uns unsere Freunde für verrückt erklärt. Die Rettungsutensilien haben wir auf der ganzen Reise nie gebraucht. Vielleicht auch, weil an Bord strenge Regeln galten: An Deck mussten die Kinder immer einen Sicherheitsgurt tragen, der an einer Leine hing. Eine Schwimmweste hätte keinen Sinn gehabt. Wenn jemand ins Meer fällt, ist er weg. Die Leine dagegen war so kurz, dass man nicht mal aus dem Boot herausfallen konnte.

Angst hatte ich schon ab und zu, am schlimmsten waren die Piraten, auf die wir im Golf von Aden gestoßen sind. Zum Glück kamen sie nur bis auf hundert Meter an unser Boot heran und nicht näher.

Besonders gut hat es uns in Neuseeland gefallen, im gesamten Pazifikraum, aber auch auf La Gomera und am Rio Guadiana in Portugal. Wir könnten uns vorstellen, mal wieder loszuziehen, aber unser Boot haben wir nach unserer Rückkehr verkauft. Es soll nicht nur im Hafen liegen, sondern um die Welt segeln.“

 

externer Link zum Artikel:

www.nido.de/artikel

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Trauerbegleitung:

Dezember 12th, 2014

Als Marens Lebensgefährte mit 36 Jahren an Krebs stirbt, ist ihre Freundin Karla erfüllt von Trauer und Mitleid. Aber auch von Angst. Wie soll sie Maren begegnen? Wie soll sie sich verhalten? Wie vermeidet sie es, etwas Falsches zu sagen? Geht sie Maren auf die Nerven, wenn sie vorbeischaut? Lässt sie sie allein, wenn sie nicht vorbeischaut? Klingen Beileidsbekundungen nicht immer wie leere Floskeln? Wie kann sie ihr helfen in der schweren Zeit?

Wenn der Tod nicht zum Leben gehört

Die meisten Menschen sind mit der Trauer eines anderen überfordert, fühlen sich hilflos und unfähig. Vor allem dann, wenn sie bisher selbst wenig Erfahrung mit dem Tod gemacht haben. Dies ist hierzulande nicht außergewöhnlich: Aufgrund des medizinischen Fortschritts werden viele Menschen erst spät mit dem Tod konfrontiert. In anderen, ärmeren Ländern gehört er zum Leben, zum Alltag. “Bei uns aber gibt es keinen allgemeinen Erfahrungsschatz mehr, was Trauer angeht”, sagte Doris Dörrie einmal in der BRIGITTE. Die Regisseurin hat 1996 ihren Mann Helge Weindler verloren. “Nur wenige Menschen bei uns wissen, wie sich Trauer anfühlt.” Um so radikaler zeigt ein Todesfall die eigene Endlichkeit auf und schürt die Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen.

Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand

Wer mit Trauer konfrontiert wird, sollte wissen: Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand. Das Wichtigste, was man für einen trauernden Menschen tun kann, ist da zu sein. “Nähe zeigen, ab und zu anklopfen, immer wieder kleine Einladungen platzieren”, empfiehlt der freie Theologe Jochen Jülicher, der in der Trauerbegleitung aktiv ist. Das Angebot, “Du kannst mich jederzeit anrufen” nützt gar nichts. Dieser Satz macht den Trauernden zum Bittsteller – in einer Situation, in dem es ihm nicht möglich ist, auf andere Menschen zuzugehen. Viel besser ist die konkrete Ankündigung: “Ich ruf dich morgen wieder an!” oder “Ich komme Mittwoch wieder vorbei”. Doris Dörrie bestätigt diese Erfahrung: “Der Trauernde kann nicht anrufen, wenn er etwas braucht. Nein, man muss immer wieder selbst anrufen, auch hinnehmen, dass der Trauernde sagt: ‘Ich kann jetzt nicht telefonieren’, und dann trotzdem wieder anrufen.”

Es kann auch helfen, konkrete Unterstützung anzubieten: Kann ich dir die Kinder abnehmen? Dir beim Einkaufen helfen? Sollen wir gemeinsam den Grabstein aussuchen? Wen laden wir zur Beerdigung ein?

Das Wichtigste: Da sein, nah sein

Präsent zu sein ist die wichtigste Aufgabe in der Trauerbegleitung. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einem die Worte fehlen. “Jedes verrenkte Wort ist besser als gar keins. Und jede einfache Anwesenheit ist besser als keine Anwesenheit”, betont Dörrie.

Eigentlich ist es nicht viel, was man tun muss: Dem anderen offen gegenüber treten, aufmerksam sein, zuhören und ehrlich sein. In der Regel sind spontane Reaktionen richtig, denn sie kommen von innen. Je nachdem, wie das Verhältnis zum Trauernden ist, können auch nonverbale Reaktionen helfen – den anderen in den Arm zu nehmen und zu drücken beispielsweise. Und keine Angst vor Tränen zu haben. Das hilft viel mehr als zu sagen: “Es war doch eine Erlösung”, oder wenn ein Kind gestorben ist: “Du hast doch noch die anderen”, oder “Das Leben geht weiter”.

BRIGITTE-Redakteurin Beatrix Gerstberger war im sechsten Monat schwanger, als ihr Mann Gabriel Grüner auf einer Recherchereise im Kosovo erschossen wurde. “‘Die Zeit heilt alle Wunden’, ‘Es wird schon wieder eine große Liebe geben’ – solche Sätze habe ich als furchtbar empfunden”, sagt sie. Einem Menschen, der trauert, sollte man auch nicht unbedingt die eigenen Erfahrungen überstülpen, etwa die mit dem Tod der eigenen Mutter. Das wertet das Leid des anderen ab und bedeutet für viele Trauernde: “Ich erkenne nicht an, wie du trauerst”.

Man kann nicht viel falsch machen

Die Angst vor der Begegnung mit dem Trauernden ist unbegründet: Wer sich nicht grob unsensibel verhält und dem Trauernden nicht aus dem Weg geht, kann eigentlich nichts falsch machen. Und: Auch etwas “falsch” zu machen, kann helfen, betont der Sozial- und Familienpsychologie Prof. Dr. Hans Goldbrunner. Wer einen Trauernden beispielsweise über einen längeren Zeitraum bemuttert, kann damit Unmut provozieren und erreichen, dass derjenige sich wehrt. Die Wut kann ihn aus seiner Apathie befreien. Für den Trauerprozess kann konfrontatives Verhalten wichtig sein.

Das Schlimmste ist, dem Betroffenen auszuweichen – sich im Supermarkt hinter dem Regal zu verstecken, um eine Begegnung zu vermeiden. “Das spüren die Leute. Trauernde nehmen die Dinge intensiver wahr,” erklärt Jülicher. Viele Menschen sprechen tatsächlich von einer Überschärfung der Sinne im Leid. Besser, als den Trauernden zu meiden, ist es, die eigene Hilflosigkeit einzugestehen: “Ich weiß nicht, was ich sagen soll”.

Beistand am Todestag

Was kann man an besonderen Tagen tun, am Todestag, am Geburtstag des Verstorbenen, am Hochzeitstag, oder auch am Wochenende, das Hinterbliebene oft als besondere Belastung empfinden? An solchen Tagen ist es schön, sich zu melden, um zu zeigen: “Ich denke an dich”. Noch besser ist es, schon vorher anzurufen und sich zu erkundigen, was der Trauernde an dem Tag vorhat, rät Jülicher. Am Todestag kann man beispielsweise anbieten, mit ans Grab zu gehen. Besonders an kritischen Tagen ist das die größte Hilfe: Nahe sein, präsent sein.

Wenn Zeit vergangen ist

Sind mehrere Monate seit dem Tod eines Menschen verstrichen, ist die Umwelt oft erleichtert, wenn man wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Manche fürchten auch, den Trauernden an den Verlust zu erinnern, wenn er gerade nicht daran denkt oder sogar darüber hinweg ist. Doch Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf beruhigt: Man kann keine Trauer auslösen, indem man von ihr spricht. Im Gegenteil: Man sollte den Verlust immer wieder dezent und einladend ansprechen und genau hinhören, wie der andere reagiert. Man kann ganz simpel fragen, “Wie geht es dir eigentlich damit?” Viele Trauernde haben sonst das schreckliche Gefühl, dass der Tote totgeschwiegen wird.

Bei den meisten dauert die akute Trauerphase etwa zwei Jahre. Aber jeder trauert anders. Deshalb sollte in jedem Fall gelten: Der Trauernde gibt das Tempo an. Vermeiden sollte man Behauptungen wie ‘Du hast jetzt aber genug getrauert’ oder ‘Du hast noch nicht genug getrauert’.

Man sollte auch an sich denken

Jeder Begleitende sollte darauf achten, was er selbst verkraften kann. Niemand kann immer mitfühlend sein, so Goldbrunner. Man sollte sich fragen: Bin ich die einzige Bezugsperson? Gibt es vielleicht jemand anderen, mit dem der Trauernde reden kann? Und man sollte nicht eifersüchtig sein, wenn der Neffe lieber mit der Lehrerin über den Verlust der Eltern spricht als mit der Tante.

In schwierigen Zeiten gerät fast jeder Mensch an seine Grenzen. Sich und anderen das einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Ehrlichkeit. “Viel besser als sich gar nicht zu melden, ist zu sagen, ‘Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll’,” sagt Beatrix Gerstberger. “Als verletzend habe ich nur empfunden, dass sich einige Leute nach dem Tod meines Mannes nicht mehr bei mir gemeldet haben.” Niemand erwartet, dass man ihn von seiner Trauer befreit. Nur, dass man ihn in seinem Leid nicht ignoriert.

 

,Siehe hier:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/trauerbegleitung-533157/

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Brazilian Waxing-Tipps vom Profi – Kein Do-it-yourself!

Dezember 11th, 2014

Der Sommer ruft und viele Frauen wollen sich mit Brazilian Waxing auf knappe Bikinis am Strand vorbereiten. Doch können Heimexperimente bei dieser Methode schnell einmal schiefgehen.

Brazilian Waxingzählt zu den Klassikern, wenn es um glatte Haut in der Bikinizone geht. Die oft schmerzhafte Prozedur, bei der die Haare mit Heißwachs an der Wurzel ausgerissen werden, verspricht radikalen Kahlschlag und lang anhaltende Glätte. Doch dafür muss erst der Weg in den Waxing-Salon auf sich genommen werden, womöglich auch ein Termin gebucht und natürlich einiges an Geld ausgegeben werden. Manchen Frauen ist das schlicht zu viel zeitlicher und monetärer Aufwand. Lohnt es sich also, in Heißwachs, Spatel und Co. zu investieren und das Brazilian Waxing einfach zu Hause durchzuführen? Die Waxing-Expertin Noemi Grupenmager sagt im Interview mit dem US-Portal “The Gloss” eindeutig Nein.

 

Laut der Expertin handelt es sich beim Brazilian Waxing um eine Schönheitsbehandlung, die man auf jeden Fall den Profis überlassen sollte. “Ich denke, dass man Waxing aus vielerlei Gründen niemals zu Hause durchführen sollte”, erklärt Grupenmager mit Nachdruck. “Die größte Gefahr beim Verwenden von Heißwachs sind Verbrennungen”, so die Expertin weiter, “Professionelle Wachser müssen Hunderte Stunden Training und Ausbildung absolvieren, um zu lernen, wie man das Wachs vorbereitet, anbringt und wieder entfernt, damit sie ihr Zertifikat erhalten. Außerdem wachsen sie sich eigentlich niemals selber.” Auch wüssten Brazilian Waxing-Experten über den Zustand der Haut ihrer Kundinnen Bescheid und informieren sich über medizinische Bedingungen, wie zum Beispiel die Auswirkungen verschiedener Medikamente auf das Waxing.

Komplikationen und Risiken

Auch das professionelle Brazilian Waxing im Salon kann allerdings mit Risiken verbunden sein. Allergien gegen das Wachs treten zwar selten auf, dafür kann sich die irritierte Haut im Intimbereich leicht entzünden. “Wenn dann noch der Slip scheuert, kann man sich dadurch Staphylokokken einschleppen”, erklärt Prof. Hans Wolff von der Klinik für Dermatologie und Allergologie an der Universität München in einem “bild.de”-Beitrag. “In schlimmen Fällen entstehen Pickel, die sich zu eitrigen Pusteln entwickeln. Dann hilft eine antibiotische Salbe vom Arzt oder Apotheke.”

 

Originalbeitrag:

http://www.fem.com/beauty/

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Billigflieger auf der Langstrecke: Für 99 Dollar in die USA! Echt?

Dezember 10th, 2014

Für 99 Dollar von Europa in die USA fliegen – solche Angebote machen wieder Schlagzeilen. Gerade wirbt die kleine isländische Billigfluggesellschaft Wow Air damit, natürlich mit Stopp in Island.

Wer auf der Wow-Air-Website aber nach solchen Angeboten sucht, findet sie kaum. Schon gar nicht ab deutschen Flughäfen wie Berlin-Schönefeld, Düsseldorf und Stuttgart, die eigentlich von der Fluggesellschaft angeflogen werden. “Das gibt es bisher nur ab Kopenhagen und London-Gatwick”, erklärt eine Firmensprecherin. “Wir hoffen, das ab dem Winterflugplan 2015/16 auch ab Deutschland anbieten zu können.” Also erst in knapp einem Jahr.

Noch muss man bei Wow Air umständlich zwei einzelne Roundtrip-Buchungen machen, von Deutschland nach Island und dann von dort in die USA und zurück. Mit Gepäckgebühren – pro 20-Kilogramm-Koffer insgesamt 130 Euro – ist man selbst zu den günstigsten Tarifen zum Beispiel für September 2015 bei über 600 Euro. Wer statt der freien fünf gern zwölf Kilogramm Handgepäck mitnehmen will, zahlt noch einmal insgesamt 68 Euro mehr. Auch auf der Umsteigeverbindung ab Kopenhagen kommen beispielsweise im Mai 2015 inklusive Gepäck 560 Euro zusammen.

Schwierige Langstrecke

Das Werbeversprechen muss man also – wie immer – genau prüfen. Und gerade Langstreckenverbindungen haben es in sich, denn sie sind auch für Low-Cost-Carrier wirtschaftlich schwierig zu betreiben. Ist das Flugzeug länger in der Luft,gibt es weit geringere Kostenvorteile gegenüber etablierten Fluggesellschaften. Sprit oder Überfluggebühren kosten für alle gleich viel.

Zudem müssen die Crew und ihre Übernachtungskosten, Wartung und Ingenieure vor Ort bezahlt werden. Nachtflugverbote erschweren zudem die effiziente Umlaufplanung. Außerdem hatten die Billigflieger auf Langstrecken bislang oft ältere, unrentable Flugzeuge. Erst jetzt ändert sich das mit neuen kostengünstigen Jets wie der Boeing 787, deren Kabinenpersonal etwa Norwegian Air Shuttle dann auch zum Teil noch in Günstiglohnländern wie Thailand rekrutiert.

Immer wieder sind daher in den vergangenen Jahren Billiglangstrecken gescheitert, vor allem zwischen Großbritannien beziehungsweise Frankreich und den USA. Innerhalb Asiens und in Australiens sind Airlines wie Air Asia X, Jetstar, eine Billigtochter der australischen Qantas, und neuerdings Scoot, ein Billigableger von Singapore Airlines, durchaus erfolgreich. Scoot ist sogar ein Vorbild für Lufthansas Pläne für den neuen Günstig-Langstreckenanbieter Wings.

Die isländische Mini-Fluglinie Wow Air mit derzeit nur vier Flugzeugen hat trotz Fehlversuchen der Konkurrenz große Pläne und will bis 2016 zehn Flugzeuge betreiben und vier US-Städte anfliegen. Was auf der Webseite nur im Kleingedruckten zu finden ist: Die Flüge zwischen Kopenhagen und Keflavik auf Island werden von der bulgarischen Air Via übernommen. Solche verschachtelten Konstruktionen sind unter Billigfliegern nicht unüblich, für den Kunden aber machen sie intransparent, mit welchem Anbieter und Produkt sie eigentlich fliegen.

Nur Norwegian Air Shuttle fliegt ab Deutschland

Solange Lufthansa noch mit streikenden Piloten zu kämpfen hat und Wow Air auf sich warten lässt, gibt es nur einen einzigen Billigflieger, der mit Umsteigen ab Deutschland in die USA fliegt: Norwegian Air Shuttle bietet ab vier deutschen Flughäfen (Hamburg, Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn und München) Zubringerflüge zu ihren Drehkreuzen an. Von Oslo, Stockholm, Kopenhagen und neuerdings auch London-Gatwick aus fliegt sie mit sieben brandneuen Boeing 787 Dreamliner-Jets in die USA, nach Dubai sowie Bangkok.

No Frills – kein Schnickschnack inbegriffen -, diese Billigflieger-Devise gilt auch für Wow Air und Norwegian Air Shuttle: Bei den Isländern werden an Bord Sandwiches und kalte Snacks für vier bis sechs Euro angeboten – mager für eine so lange Reise. Bei Norwegian kann man immerhin im Vorweg eine warme Mahlzeit mit Getränken buchen – für pauschal 33 Euro pro Flug. Das sollte man aber auch tun, sonst erhält man gar kein warmes Essen und stundenlang keinerlei Service.

Mit einem 20-Kilo-Koffer und warmer Mahlzeit sowie dem Zubringerflug aus Deutschland kostet bei Norwegian etwa der Trip von Berlin nach New York für eine Woche im März 527 Euro, bei Air Berlin sind es für die vergleichbare Reise ohne Umsteigen 631 Euro. Wen es zur gleichen Zeit nach Bangkok zieht, der reist mit Norwegian von Berlin via Oslo für 707 Euro, während Air Berlin ebenfalls mit Umsteigen den Trip für 735 Euro anbietet.

Die Unterschiede zu Netzwerkgesellschaften, die viele Leistungen inklusive bieten, sind also oft nur gering, und die angeblich “billigen” Anbieter nicht automatisch die billigsten.

 

Siehe hier:

www.spiegel.de/reise/

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Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!

Dezember 10th, 2014

Ohne Großeltern hätte Deutschland ein Problem. Weil immer mehr Mütter nach der Babypause zurück in den Job gehen, Krippen und Hortplätze aber rar und oft unbezahlbar sind, kommen Deutschlands Omas und Opas zum Einsatz.

Ein Drittel aller Kinder unter sechs wird laut der Zeitschrift GEO (02/2009) einmal in der Woche von den Großeltern betreut. Omas und Opas im Alter zwischen 55 bis 69 Jahren kümmern sich im Durchschnitt 47 Stunden monatlich um ihrer Enkel, vor allem in Familien, in denen beide Eltern berufstätig oder die Mütter alleinerziehend sind.

 

Großeltern tun Enkeln gut

Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern ist immer etwas Besonderes. Kinder erfahren durch Oma und Opa viel über ihre Wurzeln – und dass ihre scheinbar perfekten Eltern, als sie noch klein waren, auch mal eine Blumenvase zerbrochen haben. Kinder, die regelmäßig von Großeltern betreut werden, haben einen umfangreicheren Wortschatz. Auch bessere Schulnoten und gutes Sozialverhalten werden der Obhut der Oma zugeschrieben.

Großeltern dürfen ihre Enkel verwöhnen

Meistens sind Großeltern mit ihren Enkeln weniger streng als die Eltern. Sie müssen die Kinder nicht erziehen und dürfen sie verwöhnen. Dennoch sollten sich Oma und Opa bei grundsätzlichen Erziehungsfragen mit den Eltern abstimmen und zum Beispiel das Kind nicht stundenlang vor dem Fernseher parken oder so viele Gummibärchen geben, dass das Kind die ganze Nacht Bauchweh hat. Ansonsten ist es kein Drama, wenn die Regeln der Großeltern nicht hundertprozentig deckungsgleich mit denen der Eltern sind. Schon ganz kleine Kinder können verstehen, dass bei Oma andere Regeln gelten als zu Hause.

Tipp: Elternzeit für Großeltern Seit Januar 2009 haben auch Großeltern Anspruch auf Elternzeit, wenn ihre Kinder minderjährig oder während der Schulzeit beziehungsweise Ausbildung ein Kind bekommen haben. Sie können dann bei ihrem Arbeitgeber eine “Großelternzeit” beantragen.

 

Erziehung früher und heute

Zwischen der Rohrstock-Erziehung der Urgroßeltern und den Antiautoritäts-Ansichten der 68er Generation gehen Pädagogen und Eltern heute den Mittelweg einer Erziehung, die Kindern klare Grenzen setzt, ihre Bedürfnisse aber ernst nimmt.

Das hat sich bei Erziehungsfragen geändert:

  • Erst ab zwei Jahre aufs Töpfchen
    Heute setzt man Kinder frühestens ab zwei Jahre aufs Töpfchen, weil sie dann körperlich in der Lage sind ihre Schließmuskeln zu kontrollieren. Vorher mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen, ist deshalb zwecklos.
  • Es geht auch mit links
    Ein Linkshänder wird nicht mehr zum Rechtshänder umerzogen. Bei Linkshändern steuert die rechte Gehirnhälfte die dominante Hand, bei Rechtshändern ist es die linke Gehirnhälfte. Bei Versuchen Kinder von links auf rechts umzuerziehen, stiftet man deshalb nur Verwirrung im Gehirn. Konzentrations-, Lese – und Schreibschwierigkeiten können die Folge sein.
  • Kinder müssen Oma kein Küsschen geben
    Wenn ein Kind sich abwendet, wenn man es küssen oder streichen will – nicht gekränkt sein! Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit. Setzt ein Kind mit einem “Nein” klare Grenzen, sollten diese nicht überschritten werden. Kinder fühlen sich dadurch respektiert und kommen so lieber auch mal von sich aus zum Schmusen.
  • Babys nicht schreien lassen
    Ein Baby, das weint, will niemanden ärgern und wird auch nicht zu sehr verwöhnt, wenn man es auf den Arm nimmt. Frühesten ab dem ersten Geburtstag kann man anfangen ein Kind zu erziehen. Vorher ist es wichtig seine Bedürfnisse zu erfüllen. Ob es nun schreit, weil es Hunger hat, ihm langweilig ist, es müde ist oder eine frische Windel braucht – es stärkt Babys Vertrauen in die Welt, wenn auf sein Weinen rasch reagiert wird.
  • Kinder nicht mit Süßem belohnen
    Wenn die Kinder die Auswahl zwischen Schokolade oder netten Worten hätten, würden sie sich ganz klar für Süßes entscheiden. Man erzieht aber Kinder durch die Belohnung mit Süßem dazu, dass sie bald für jede Kleinigkeit ein Gummibärchen einfordern. Lob in einem gesunden Maß ist wichtig. Kinder freuen sich auch über Anerkennung, die man nicht essen kann.

 

Quelle:

http://www.eltern.de/familie-und-urlaub

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Edles und modernes Porzellan Geschirr für die gehobene Gastronomie

November 30th, 2014

Welches Tischgeschirr eignet sich besonders für die gehobene Gastronomie? Worauf sollte beim Kauf geachtet werden? Und welche Designs sind eigentlich gerade in Mode? Viele Fragen stellen sich dem Gastronomen bei der (Neu-)Anschaffung des Tafel Ambientes – hier also einige Antworten.

 

Geschirr, das in der (gehobenen) Gastronomie zum Einsatz kommt, sollte natürlich robust und leicht zu pflegen sein – aber auch eine edle und moderne Ausstrahlung des Tischgeschirrs ist wichtig für den Erfolg. Porzellan ist in diesem Zusammenhang besonders geeignet, da es gegenüber anderen Geschirrmaterialien besonders fein und elegant wirkt. Gäste nehmen Speisen und Getränke von bzw. aus ästhetisch attraktivem Geschirr zu sich nehmen. Porzellan ist im Vergleich mit anderen Materialien wie zum Beispiel Hartglas auch viel robuster gegen Kratzer und Co., was zur Langlebigkeit von Porzellan Produkten beiträgt. Wer Geschirr mit Mustern, Bildchen oder Ähnlichem kaufen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass das Porzellan „spülmaschinenfest“ ist. Nur dann kann man sicher gehen, dass die Verzierungen und Dekors nicht bald schon wieder verblassen.

Welches Porzellan ist das richtige für meinen Gastronomiebetrieb?

Wahrscheinlich gibt es genauso viele verschiedene Porzellanserien und Geschirrdesigns wie es gastronomische Betriebe gibt. Nun gut – vielleicht nicht ganz, trotzdem muss beim großen Angebot auf dem Markt jeder Betrieb herausfinden, was zur eigenen Location passt. Besonders in Mode sind momentan Porzellan Designs, die nicht nur edel sondern gleichzeitig auch modern wirken. Solches modernes Porzellan, wie zum Beispiel das der Hersteller Kahla oder ASA, passt gut zu Gastronomie-Betrieben, die sich einerseits zur gehobenen Gastronomie zählen und deshalb auf ein edles und ästhetisch feines Ambiente achten, andererseits aber zeitgemäß und vorwärts gewandt wirken möchten.
Besonders, wenn die Speisekarte klassische Gerichte nicht nur in traditioneller Form sondern als innovative, neue Variationen zu bieten hat, eignet sich modernes Porzellangeschirr hervorragend, die Speisen in Szene zu setzen. Allerdings sollte man bei der Anschaffung von Porzellan nicht nur auf ein ansprechendes Design achten, sondern auch auf die richtige Form und Größe des Geschirrs, sodass dieses auch wirklich funktional ist und der Gast Speisen und Getränke perfekt genießen kann – sprich dass die Haptik stimmt. Bei Tassen und anderen Trinkgefäßen ist zum Beispiel darauf zu achten, dass der obere Rand nicht zu dick ist um für ein angenehmes Trinkgefühl zu sorgen, die untere Tassenwand und der Boden aber trotzdem eine gewisse Dicke aufweisen, damit Kaffee und Tee nicht zu schnell auskühlen. Hier sollte vielleicht der Leitsatz gelten: Funktionalität vor Design, denn schließlich nützt der schönste Teller nichts, wenn die Suppe kalt ist, bevor sie beim Gast ankommt.

Kann ich klassisches und modernes Porzellan zusammen verwenden?

In der gehobenen Gastronomie kommen noch immer die „Klassiker“ des Tafelporzellans zum Einsatz. Flache Teller in unterschiedlichen Größen für Vorspeise, Hauptgang und Dessert, Suppenteller mit breiten Rand und zu allem passende Unterteller und Platzteller für die vornehme Ausstrahlung beim Servieren. Natürlich sind diese Klassiker noch lange nicht überholt und deshalb auch in vielen modernen Porzellanserien erhältlich. Wer die Klassiker liebt, sollte also auch weiterhin auf sie zurückgreifen. Zusätzlich gibt es moderne Varianten und neue Innovationen, die ebenfalls gut in der gehobenen Gastronomie verwendet werden können. So zum Beispiel Geschirr für ganz spezielle Zwecke wie Antipasti Tellerchen und Schlüsselchen oder besonders geformte Tassen und Becher für Cappuccino und Latte Macchiato, die die klassische Kaffeetasse ergänzen. Diese Kombination aus Tradition und Innovation ist typisch für viele heute erfolgreiche Gastro-Betriebe, die nicht nur auf altbekannte Gerichte setzen, sondern sich ausprobieren und experimentieren, um schließlich kulinarische Neuerungen auf der Speisekarte anzubieten. Eine Geschirr Ausstattung, die eine Mischung aus klassischem und modernem Tafelporzellan darstellt, ist für diese Restaurants wie geschaffen, da sie der zeitgemäßen Gastronomie eine edle aber vorwärtsgewandte Ausstrahlung verschafft. Spezialisierte Shops die klassische und moderne Geschirrlinien anbieten, finden sich im Internet.

Wie vielfältig kann ich modernes Porzellan einsetzen?

Das Geschirr spielt in der Gastronomie natürlich eine große Rolle, da es dazu beiträgt, dass der Gaumenschmaus auch ein Augenschmaus wird und die servierten Gerichte attraktiv präsentiert werden. Wer einmal etwas Neues ausprobieren möchte, ist mit modernen Porzellan Serien gut bedient: Sie eignen sich ideal, um neue Speisevariationen interessant oder traditionelle Gerichte in neuem Licht anzurichten. Wer alle Bedürfnisse seiner Gäste befriedigen möchte, braucht auch die nötige Porzellan Ausstattung, um die kulinarischen Leckerbissen angemessen zu präsentieren. Die neue Nudelkreation schmeckt im modernen Pasta Teller aus Porzellan einfach noch besser und die fernöstlich angehauchte Curry-Ingwer-Suppe wirkt im althergebrachten Suppenteller lange nicht so toll wie in einer attraktiven Asia Suppenschüssel.
Allgemein gilt aber, dass es vor allem wichtig ist, dass das Geschirr vielfältig einsetzbar ist. Kaum ein Gastronomiebetrieb hat so viel Stauraum zur Verfügung, dass für jedes Gericht ein extra Teller in vielfacher Ausführung aufbewahrt werden kann. Es ist also sinnvoll, schon beim Kauf zu überlegen, für welche Speisen und Getränke ein Porzellanmodell genutzt werden soll. So können zum Beispiel kleine Antipasti Schüsseln auch für Desserts oder Beilagen verwendet werden und der tiefe Pastateller eignet sich auch für die heimische Kürbiscremesuppe. So spart man sich Platz und Geld.

Copyright: Colourbox, Stock Nummer 10191146

 

Quelle:

www.hoga-pr.de

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Mit Kindern im Restaurant – man muss das Richtige finden

November 28th, 2014

Wenn man mit seinen Kindern in ein Restaurant geht, hat man immer Angst, dass es stressig wird. Kinder sitzen nun mal sehr ungern eine längere Zeit am Tisch, sie wollen sich bewegen. Und das ist in einem Restaurant schwer bis gar nicht möglich. Und falls der Bewegungsdrang nachlässt, sind die Kleinen übermüdet und quengeln. Dabei noch das Essen zu genießen, fällt eher schwer. Anfangs ist es ja für Kinder immer spannend im Restaurant. Sie werden gefragt, was sie essen und trinken möchten und fühlen sich wie Erwachsene. Aber schon das Warten auf das Essen kann so lange dauern, dass große Langeweile aufkommt. Aber es gibt auch Restaurants, die dieses Problem erkannt haben. Neben speziellen Kindermenus, die nicht nur aus Pommes bestehen, wird Mal- oder Bastelmaterial angeboten.

In einigen Restaurants, die den Platz haben, gibt es sogar Spielecken, wo sich die Kinder vergnügen können und wenn es gut läuft, sich mit Kindern anderer Gäste anfreunden. In der warmen Jahreszeit ist natürlich ein Biergarten eine hervorragende Möglichkeit, gemeinsam zu essen und danach können die Kinder im Garten tollen. Man muss den Kindern wie bei allen Aktivitäten das Ganze einfach schmackhaft machen. Sie werden sehen, wenn es den Kindern gefällt, wollen die öfter ins Restaurant, als Ihnen lieb ist. Gehen Sie auf die Wünsche der Kinder ein, sonst werden Sie keinen entspannten Abend haben. Dank Internet ist es heutzutage nicht mehr schwer, geeignete Restaurants zu finden. Erkundigen Sie sich im Netz, welche Restaurants Angebote für Kinder haben. Sie werden überrascht sein, wie viele Gastronomen sich inzwischen auf Familien eingestellt haben. In Kaufbeuren gibt es so ein Restaurant, wo Kindern mehr Aufmerksamkeit als anderswo geschenkt wird. Dabei können Sie neben einem gutem Essen und einem schönen Biergarten auch die Sehenswürdigkeiten in Kaufbeuren bewundern, was auch für Kinder interessant ist. Kaufbeuren ist eine alte Stadt, dementsprechend gibt es viele spannende Bauwerke aus alten Zeiten zu entdecken, um danach ein leckeres Essen oder auch nur einen latte macchiato im jedermanns Essen & Trinken zu genießen.

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November-Blues? Schnell nach Italien – in Triest scheint die Sonne!

November 27th, 2014

Okay, jetzt beginnt die dunkle Jahreszeit. Nichts für zarte Seelen. Was hilft? Licht und Weite. Am liebsten erst gar keine trübe Stimmung aufkommen lassen und sich von der norditalienischen Hafenstadt Triest inspirieren lassen. Wer sich in die Mitte der riesigen “Piazza dell’Unità d’Italia” stellt, braucht dem Gefühl, das Leben sei im Prinzip voller Möglichkeiten, nur Raum zu geben.

Von der Größe des Platzes her können nur St. Petersburg (mit dem grandiosen Schlossplatz) und Lissabon mithalten. Ähnlich wie die “Praça do Comercio” in Lissabon öffnet sich auch die Piazza vor dem Rathaus Triests zum Wasser hin. Triestiner treffen sich gern am “Brunnen der vier Kontinente” von 1750 (der fünfte war damals noch nicht entdeckt). Nach einem Aperitiv im traditionsreichen “Caffè Specchi” spaziert man auf der Mole Richtung Meer. Sollte jemand im Sonnenuntergang trotz gegenteiliger Bemühungen von einer gepflegten Melancholie empfangen werden, dann war das so nicht geplant – und geht hoffentlich auch wieder weg.

Ein paar Schritte entfernt liegt der nur am späten Nachmittag geöffnete Laden “Blu di Prussia” der Restauratorin Susanna Coronica. Man schiebt ein schweres, altes Segel beiseite und steht zwischen Bildern, wunderschönen Kommoden, Schiffsplanken, Kerzen, Weihnachtsschmuck und gestrickten Hasen. Ein Märchen aus tausendundeinem Holz (Via Cadorna 10).

Entspannt einschlafen? Am liebsten im “Tra i tetti” von Elisa Iust, die sich aus der Immobilienbranche verabschiedet hat, um dieses winzige B&B mit nur zwei Zimmern zu eröffnen. Blick über die Dächer genießen, zu Fuß zur Markthalle bummeln und die sympathische Gastgeberin nach weiteren schönen Adressen in der Umgebung fragen. Tipp: Das Zimmer “San Giusto” geht nach hinten raus. DZ/F ab 45 Euro (Via Matteo Renato Imbriani 10, Tel. 0039/040/260 46 56, www.bbtraitetti.com ). Alternativ bei Aldo Stock einchecken, der seit zwölf Jahren das Hotel “L’Albero Nascosto” betreibt. Grandioser Salon, leckeres Frühstück, Kunst. Am schönsten (und ruhigsten) ist Zimmer 10 unter dem Dach. DZ/F ab 115 Euro (Via Felice Venezian 18, Tel. 00 39/040/30 01 88, www.alberonascosto.it ).

 

Original-Artikel:

www.brigitte.de/

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Eisernes Tor: Wo sich die Donau wild in ihrem Flussbett wälzte

November 17th, 2014

Mit dem Ober- und Unterlauf der Donau ist es wie mit zwei ganz unterschiedlichen Frauen: “Die eine ist geradlinig, präzise, beherrscht. Man weiß genau, was man von ihr zu erwarten hat”, sagt Kapitän Aleksandar Jovanović. Die andere dagegen gebärde sich wild und gefährlich, sei voller Überraschungen. “Nie kann man sich bei ihr sicher sein, wie sie reagieren wird, und verstehen kann man sie nur mit Erfahrung – und mit viel Gefühl.”

Aleksandar Jovanović kennt die Donau. Er befährt den Fluss nunmehr seit 18 Jahren – und somit genau seit der Hälfte seines Lebens. Jovanovićs große Leidenschaft gilt vor allem dem Eisernen Tor, dem Donaudurchbruch zwischen den serbischen Städtchen Golubac und Kladovo, wo sich der Fluss einen abenteuerlichen Weg durch die Karpaten gesucht hat und der heute die Grenze zwischen Serbien und Rumänien bildet.

Unter Schiffern galt diese Passage einst als lebensgefährlich. Allerdings kann Jovanović jene Zeiten, in denen sich die Donau im Eisernen Tor häufig wild in ihrem Bett wälzte, gar nicht mehr kennen. Denn schon lange bevor er geboren wurde, hat man den Fluss in Serbien gezähmt, zunächst Ende des 19. Jahrhunderts durch die Regulierung von Stromschnellen und in den vergangenen 50 Jahren durch Wasserkraftwerke und die dazugehörigen Staustufen.

Der wildromantische Abschnitt

Diese waren im Frühjahr 2014 ein wahrer Segen, als nicht enden wollende Regenfälle zu massiven Überschwemmungen im ganzen Land führten. Im Eisernen Tor aber konnte man den Wasserpegel ausgleichen, die Landschaft blieb unberührt. So ist dieser Teil der Donau nach wie vor der wildromantischste – und einer der schönsten allemal.

Über gut 100 Kilometer mäandert die Donau hier durch dicht bewaldete Bergzüge. Mal liegt sie fast behäbig da, weitet sich bis zur Breite eines Sees aus und gibt den Blick frei auf tiefgrüne Wälder. Dann wieder zwängt sie sich durch enge Schluchten mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden. An ihrer schmalsten Stelle ist sie gerade mal 150 Meter breit, dafür aber unheimliche 90 Meter tief.

Die Faszination dieser Naturgewalt erlebt man am besten vom Boot aus. Aleksandar Jovanović, der in den Wintermonaten große Tanker die Donau hinauf- und hinuntersteuert, hat vor fünf Jahren das Ausflugsboot “Stevanske livade” gekauft und restauriert. Mit ihm stellt er im Sommer und Herbst Touristen seine Donau rund um Donji Milanovac vor, einem Städtchen im Zentrum des Eisernen Tors.

Höhepunkt jeder Donaureise

Und da der Fluss auf serbischer Seite vom Nationalpark Djerdap gesäumt wird, führt eine Bootstour mitten hinein in unberührte Wildnis. Als “Höhepunkt jeder Donaureise” kündigt unsere Reiseleiterin auf dem Boot die berühmte Tabula Traiana an. Einige eifrige Reisende mit schlauen Büchern in der Hand suchen mit den Augen schon das Ufer ab, als Jovanović auf einen Felsen zeigt.

Manch einer schaut dann recht enttäuscht, als im grauen Gestein eine helle, drei mal zwei Meter große Marmortafel sichtbar wird, die sich farblich kaum abhebt. Das also ist die berühmte Trajanstafel?

Mit einem Adler und Delfinen huldigt sie dem römischen Kaiser Trajan, der hier schon im ersten Jahrhundert eine Straße anlegen ließ – so spektakulär auf Holzbalken entlang der Felswand, dass der Bau auf der Trajansäule in Rom verewigt wurde.

Und als im Zuge der Bauarbeiten für das Wasserkraftwerk Djerdap das Tal 1972 geflutet werden musste, versetzte man die Inschrift samt Felsen ein Stück höher. Eindrucksvoll ist ihr neuer Platz auf jeden Fall immer noch: Ausschließlich mit dem Schiff kann man sich dem Monument nähern. Die Rumänen stellten dem antiken römischen Kunstwerk vor etwa zehn Jahren eine moderne 40 Meter hohe Statue gegenüber.

8000 Jahre zurück in die Vergangenheit

Auf ihrer Uferseite ließen sie das Konterfei des Dakerkönigs Decebalus in eine Felswand meißeln – auch wenn dieser im Dakerkrieg 106 n. Chr. gegen Trajan verloren hatte. In Donji Milanovac, dem serbischen Städtchen im Zentrum des Eisernen Tors, entlässt der Kapitän seine Passagiere. Von hier aus geht es auf der Landstraße innerhalb weniger Minuten um 8000 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Am Donauufer entdeckten Forscher in den 60er-Jahren die Reste der steinzeitlichen Siedlung Lepenski Vir, die mehr als 2000 Jahre lang bewohnt gewesen sein soll. Denn ein besonderes Mikroklima bot den Menschen hier ideale Lebensbedingungen mit nicht zu heißen Sommern und recht milden Wintern. Außerdem waren die reichen Fischgründe der Donau eine ergiebige und nie versiegende Nahrungsquelle.

Da der Spiegel der Donau für das nahe Wasserkraftwerk angehoben werden musste, hat man auch die archäologische Stelle 30 Meter höhergelegt und mit einem Glasbau ummantelt. Zu sehen sind die Grundrisse von Häusern, Gräber aus verschiedenen Epochen sowie Skulpturen aus Sandstein. Welch zentralen Stellenwert die Donau im Leben einnahm, zeigen Figuren menschlicher Wesen mit Fischkopf.

Luchse, Wildkatzen und zurzeit 20 bis 30 Wölfe

Einige Besucher umkreisen fasziniert zwei Hologramme, die mögliche Hausformen aus der Steinzeit darstellen, andere nutzen einen Bildschirm, um virtuell durch steinzeitliche Wohnungen zu streifen. Die Siedlung Lepenski Vir liegt mitten im Nationalpark Djerdap, der die Donau auf serbischer Seite durch das gesamte Eiserne Tor begleitet.

Das rund 640 Quadratkilometer große Naturparadies beheimatet eine Artenvielfalt, von der andere Nationalparks in Europa nur träumen können. Hier fühlen sich Adler, Waldschildkröten, Luchse, Wildkatzen und zurzeit auch 20 bis 30 Wölfe wohl. Noch ist die Natur im Nationalpark Djerdap völlig unberührt, und auch für die Zukunft setzen die Verantwortlichen auf strikte Besucherlenkung.

So ist es tatsächlich verboten, sich ohne offizielle Begleitung im Gebiet mit der Schutzstufe 1 aufzuhalten. Trotzdem soll der Besuch für Wanderer ganz unbürokratisch ablaufen. Am besten meldet man sich ein, zwei Tage vorher im Besucherzentrum in Donji Milanovac, schaut sich dort den großartigen Einführungsfilm zum Nationalpark an und bucht für rund zehn Euro einen Guide.

Mit Herzklopfen und auf eigene Gefahr

Die Wanderungen starten meist mitten im Wald. Treffpunkt ist das 2014 neu eröffnete Naturschutzzentrum, das in einer kleinen Ausstellung die Flora und Fauna der Region zeigt. Auf schmalem Pfad geht es durch Wälder und Blumenwiesen mit Orchideen und Glockenblumen. Der Duft von Thymian und Minze steigt in die Nase, das Zirpen der unzähligen Insekten und Vögel klingt in den Ohren.

Nur eine Viertelstunde dauert es, bis die Wanderer zu einem spektakulären Aussichtspunkt über der Donau gelangen. Wer den besten Blick auf den Strom haben möchte, kraxelt weiter über spitze Felsen bis an den Abgrund – mit Herzklopfen und auf eigene Gefahr. Für weniger wagemutige Abenteurer ist zum Glück bereits eine sichere Plattform geplant.

Nicht weit vom Städtchen Donji Milanovac hat sich ein serbischer Künstler sein kleines Donauparadies erschaffen: Živorad Stefanović empfängt seine Gäste ohne Schuhe, dafür mit kräftigem Händedruck und einem hausgemachten Honigschnaps. “Ich bin Žika, der Barfüßige”, stellt er sich vor, “und das hier ist mein Selbstporträt.” Der Mann grinst und hält eine kleine Skulptur in die Luft. Es ist ein Fuß aus Holz.

Stefanović wuchs ganz in der Nähe seines heutigen Domizils auf und geht, wie er selbst erzählt, seit er fünf Jahre alt ist nur noch barfuß. Mit seinem Anwesen Kapetan Mišin breg (Hügel von Kapitän Miša) hat er sich einen Traum erfüllt. Wie ein Adlerhorst liegt es auf einem Bergrücken und eröffnet einen berauschenden Blick über eine Biegung der Donau. Zwischen Froschteich, Pflaumenbäumen und lauschigen Lauben bevölkern etwa 400 Holzskulpturen den Garten.

“Zum Teil sind sie durch die Skulpturen der Steinzeitsiedlung Lepenski Vir beeinflusst”, sagt der Künstler und verrät, dass er die menschlichen Wesen mit Fischkopf gern um Inspiration bittet. Nach Voranmeldung können Kunstsinnige und Ruhesuchende in Živorad Stefanovićs Gesamtkunstwerk aus Open-Air-Galerie, Naturreservat und Öko-Lodge ausspannen.

Über der Donau Ruhe und Freunde gefunden

Gäste wohnen in einfachen Zimmern, und zum Mittagessen schöpft Suzana, die Tochter des Hauses, Hühnersuppe aus einem schweren Tonkrug. Danach gibt es vom bunt gedeckten Tisch frittierte Brennnesseln, hausgemachten Ziegenkäse, Grillfleisch und gefüllte Teigtaschen – alles ökologisch produziert, wie Stefanović betont. Dann setzt er sich mit einem Glas Wein zu seinen Besuchern in die ziegelgedeckte Laube am Rand des Hügels.

Unten wälzt sich träge die Donau in ihrem Bett, und zur Abenddämmerung zwitschert und zirpt es in den Bäumen. “Hier oben habe ich meine Ruhe gefunden und bin ein extrem reicher Mensch geworden”, sagt Stefanović. “Sie müssen wissen, dass ich Reichtum nicht nach Geld einschätze, sondern danach, wie viele Freunde jemand hat.” Und er habe hier oben, hoch über der Donau, viele neue Freunde gefunden.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von der Nationalen Tourismus Organisation Serbiens. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

 

zum Artikel:

 

www.welt.de

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Süße Sünde: Aromenvielfalt dank der Kombination von Schokolade mit Whisky oder Rum

Oktober 30th, 2014

Egal ob cremig oder knusprig, das Dessert ist der Höhepunkt eines jeden Dinners. Raffinierte Kleinigkeiten laden zum Genießen ein und sind gemeinsam mit einem Digestif der perfekte Abschluss eines Abendessens. Während Single Malt Whiskys nicht mehr nur bei Männern beliebt sind, sondern zunehmend auch von Frauen als Digestif gewählt werden, ist die Kombination von Whisky mit Süßspeisen, wie Schokolade noch wenig bekannt. Doch diese lohnt es sich zu testen, denn es sind die besonders reichhaltigen Aromen, die den gemeinsamen Genuss von Whisky und Schokolade so reizvoll machen.

Welche Schokoladen passen zu welchem Whisky?
Beim Probieren der geschmackvollen Kombination Whisky und Schokolade ist zwar alles erlaubt, doch lohnt sich die Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Produktes: Kakaobohnen als auch Whisky erhalten beide ihren spezifischen Charakter durch ihre Herkunft und das dort vorherrschende Klima. Treffen die passenden Geschmacksprofile aufeinander, ist Genuss mit allen Sinnen garantiert. Egal ob eine Schokolade mit niedrigem oder hohem Kakaogehalt gewählt wird, die Kombination von Whisky und der zartschmelzenden Leckerei ist immer eine Sünde wert. Whisky-Experte und Glenfiddich-Markenbotschafter Markus Heinze rät dazu, Schokoladen mit unterschiedlichen Kakaoanteilen zu verschiedenen Whiskys auszuprobieren, um neue Aroma-Kombinationen kennenzulernen. Aufschluss über die Geschmacksprofile der Whiskys geben die sogenannten Tasting Notes, die sich oftmals auf den Flaschenetiketten befinden.

Empfehlungen zur Kreation außergewöhnlicher Genussmomente
Der 12-jährige Single Malt von The Balvenie zeichnet sich durch einen weichen, ausgewogenen Geschmack aus, der sich durch die Lagerung in erlesenen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und dem Finishing in ehemaligen Sherry-Fässern ergibt. „Passend zu den Geschmacksnoten dieses Whiskys empfehle ich eine sahnige Vollmilch-Schokolade mit mittlerem Kakaoanteil“, so Markus Heinze. „Auch der frische Glen Grant The Major’s Reserve harmoniert hiermit sehr gut, er ist cremig und fruchtig am Gaumen, dann leicht trocken und nussig im Nachklang.“ Der Glenfiddich Rich Oak dagegen, der durch seine 14-jährige Lagerung in Fässern aus amerikanischer sowie europäischer Eiche ein würziges, fruchtiges Aroma von Eichenholz, Vanille und getrocknete Aprikose erhält, passt hervorragend zu einer kräftigen Orangenschokolade und intensiviert den Orangengeschmack zusätzlich – so kann der Genuss von Whisky und Schokolade zu ganz neuen Geschmackserlebnissen führen.

Auch andere Spirituosen eignen sich für das geschmacksintenve Food Pairing mit Schokolade: „Der 12-jährige Appleton Estate Rum entwickelt während seiner Reifung im Eichenfass Orangen- und Vanille-Aromen sowie dezente Kaffee- und Kokosnoten“, erläutert Rum- und Spirituosenexperte Jürgen Deibel. „Er bringt bereits eine gewisse Schokoladigkeit mit, die von der Plantagen-Schokolade Puerto Cabello von Rausch aus Venezuela harmonisch ergänzt wird.“

Experimentierfreude bei den Aroma-Kombinationen
Generelle Empfehlungen zur Kombination von Schokolade mit Whisky oder Rum können zwar ausgesprochen werden, doch viel wichtiger ist es, Spaß und Genuss am Tasting zu haben und eigene Kombinationen auszutesten, um persönliche Vorlieben herauszufiltern. Hierfür verrät Markus Heinze noch einen Trick: „Der Geschmack des Whiskys und der Schokolade entfaltet sich am besten, wenn man zunächst ein kleines Stück Schokolade vorne auf der Zungenspitze zergehen lässt, sodass sich ihr Fett noch nicht im Mund verteilt und die Geschmackssinneszellen bedeckt. Anschließend die Schokolade zusammen mit einem Schluck Whisky langsam über die Zunge in Richtung Gaumen gleiten lassen. Dabei werden alle Bereiche der Zunge benetzt, was die Geschmackswahrnehmung entscheidend beeinflusst.“

Egal ob Edelbitter- oder Vollmilchschokolade, dazu Whisky oder Rum – nur mit etwas Experimentierfreude sind neue Geschmackserlebnisse möglich. „Tasting-Partys sind ein idealer Rahmen, um selbst verschiedene, mitunter auch ungewöhnliche Kombinationen im geselligen Rahmen zu testen“, so Jürgen Deibel. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!“

Über Markus Heinze
Markus Heinze ist Markenbotschafter der Marke Glenfiddich und lebt seine Leidenschaft für Whisky. Sein umfassendes Wissen über die komplexen Aromen und Nuancen der Single Malts hat er sich während seiner 10-jährigen Tätigkeit als Barmann, u. a. im Steigenberger Hotel de Saxe oder im Ritz Carlton in Wolfsburg, angeeignet. Vor allem die beeindruckende Geschmacksvielfalt und kompromisslose Qualität der Glenfiddich Single Malts weckte seine Leidenschaft für Whisky.

Über Jürgen Deibel
Jürgen Deibel engagiert sich seit über 30 Jahren für die Welt der Spirituosen. Sein Einsatz hat ihm den Ruf eines der profiliertesten unabhängigen Experten in der internationalen Fachwelt eingetragen. Durch sein stetiges Bestreben für die Spirituosen aus aller Welt kann Jürgen Deibel auf zahlreiche Auszeichnungen verweisen, wie in etwa Keeper of the Quaich, World 1st Cognac BNIC Educator, Sherry Educator, Internationales Mitglied der RumXP oder Direktor der Lima Bar Show. Als wertvoller und sachkundiger Berater für Markenanbieter, Distributoren, Importeure, Lebensmittel- und Facheinzelhandel, Cash & Carry und Gastronomie vermittelt der studierte Chemiker sein Fachwissen rund um die Spirituose.

ÜBER CAMPARI DEUTSCHLAND
Campari Deutschland ist eines der führenden Spirituosen-Unternehmen in Deutschland und eine Tochtergesellschaft der Gruppo Campari, die weltweit zu den bedeutendsten Playern im Spirituosensektor zählt. Campari Deutschland bietet ein fokussiertes Sortiment internationaler, erfolgreicher Premium-Lifestyle Marken an. Hierzu zählen zum einen die im Besitz der Gruppo Campari befindlichen Marken Campari, Appleton, Aperol, Cynar, Cinzano, Ouzo 12, Skyy, Glen Grant, Wild Turkey, Sagatiba, Espolón und Crodino und die Sodas (LemonSoda, OranSoda, MojitoSoda) sowie die Premium Liköre Frangelico, Carolans, Irish Mist und American Honey.

Des Weiteren gehören zum erfolgreichen Portfolio die Distributionsmarken des Familienunternehmens William Grant & Sons (Glenfiddich, Tullamore D.E.W., Grant‘s, The Balvenie, Hendrick‘s, Sailor Jerry und Monkey Shoulder).

Die Premium Liköre Licor 43, Disaronno, Molinari Sambuca Extra und Illyquore, die hochwertigen Grappe der Sibona Antica Destilleria und die prestigeträchtigen Marken Antica Formula und Punt e Mes aus dem Hause Fratelli Branca-Destillerie S.r.L. runden unser aktuelles Angebot ab. Weitere Informationen unter: www.campari-deutschland.de

ÜBER DIE GRUPPO CAMPARI
Davide Campari-Milano S.p.A., zusammen mit seinen Tochtergesellschaften („Gruppo Campari“), zählt weltweit zu den bedeutendsten Unternehmen im Spirituosensektor, vertreten in über 190 Märkten mit einer führenden Position in Europa sowie Nord- und Südamerika. Die Gruppo wurde 1860 gegründet und ist heute weltweit der 6. größte Player in der Premium Spirituosen-Industrie.

Das Portfolio der Gruppo setzt sich aus über 50 Marken aus den Segmenten Spirituosen, dem Kerngeschäft, sowie Weine und alkoholfreien Getränken zusammen. Darunter namhafte internationale Marken wie Aperol, Appleton, Campari, Cinzano, Skyy Vodka und Wild Turkey. Campari mit Hauptsitz in Sesto San Giovanni, Italien besitzt 16 Produktionsstätten und 3 Weingüter in aller Welt und verfügt in 19 Ländern über eigene Vertriebsorganisationen.

Die Gruppo beschäftigt über 4.000 Mitarbeiter. Die Aktien des Mutterunternehmens Davide Campari-Milano S.p.A. (Reuters CPRI.MI – Bloomberg CPR IM) sind seit 2001 an der Mailänder Börse notiert. Weitere Informationen unter: www.camparigroup.com

Quelle: Campari Deutschland GmbH

 

Erstmals erschienen auf:

www.about-drinks.com/suesse-suende-aromenvielfalt-dank-der-kombination-von-schokolade-mit-whisky-oder-rum

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Strom aus der Heim-Energie-Anlage – Lohnt sich auch für Sie ein Mini-Windrad im Garten?

Oktober 25th, 2014

Wer keinen Aufwand scheut, den eigenen Strom unabhängig vom Versorger zu produzieren, kann sich eine Kleinwindanlage aufs Dach oder in den Garten setzen. Am besten in Absprache mit den Nachbarn – denn Windräder sind laut. Wann lohnt sich das Ganze?

Kleinwindenergieanlagen (KWEA) sind eine Option für Wohngebiete, die eher außerstädtisch liegen – und entsprechend Platz für ein rotierendes Windrad bieten. Sie lassen sich entweder direkt auf dem Dach oder auf einem Mast neben dem Haus aufstellen. Dieser kann in der Höhe variieren, darf jedoch die 50-Meter-Marke nicht überschreiten.

Das kann die Kleinwindenergieanlage: Bis zu einer Höhe von zehn Metern ist sie in der Regel genehmigungsfrei. Auf Grund der entstehenden Geräusche und Vibrationen ist es dennoch empfehlenswert, die jeweilige Landesbauordnung genau zu studieren und sich in jedem Fall mit Nachbarn und Behörden abzustimmen.

 

Unauffällig geht anders

Bis zu 1000 Kilowatt Strom kann eine Kleinwindanlage an einem guten Standort im Binnenland produzieren, für den privaten Gebrauch reicht schon ein Modell mit bis zu fünf Kilowatt Nennleistung. Der Rotordurchmesser solch eines Windrads beträgt zwischen dreieinhalb und sieben Metern.

Die Kosten liegen bei circa 3000 Euro pro Kilowatt – eine Kleinwindkraftanlage mit einer Stromleistung von fünf Kilowatt kostet also rund 15.000 Euro. Eine teure Anschaffung die nur rentabel ist, wenn der erzeugte Strom auch wirklich selber verbraucht wird: Was über bleibt, wird an den Netzbetreiber veräußert – doch das rechnet sich kaum: Die Einspeisevergütung für Strom aus Windenergieanlagen liegt nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) unter neun Cent pro Kilowattstunde. Wird der Windstrom jedoch selber genutzt, spart man – entsprechend des Stromtarifs – zwischen 25 und 39 Cent pro Kilowattstunde ein.

Starker Wind treibt Stromrechnung nach unten

Das spricht dagegen: Neben der Frage der Wirtschaftlichkeit ist Wind eine eher unbeständige Energiequelle. Ausschlaggebend für die Leistung einer Kleinwindenergieanlage sind die genauen Standortbedingungen: Um ordentliche Strombeträge zu erzielen, ist eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von rund vier Metern pro Sekunde nötig. Diese ist besonders in den niedrigen Höhen Deutschlands selten zu finden. Es gilt: Je höher der Mast, desto eher treibt ein starker Wind die Stromrechnung nach unten.

Ein weiterer Negativpunkt sind die fehlenden einheitlichen Qualitätsstandards. Unter einer Vielzahl verschiedener Anbieter gibt es nur wenige mit zertifizierten Anlagen. Anders als die Solarenergie ist Windkraft noch nicht vollständig in den Markt eingetreten.

 

Zur Internetseite:

www.focus.de/immobilien/

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Pannen in den Ferien: Na, wie war der Urlaub?

Oktober 24th, 2014

Regen, Mücken und Sonnenbrand. Weinende Kinder, streitende Freunde und die Unmöglichkeit, Zugtickets zu ergattern. Wer von den Ferien immer nur schwärmt, lügt oder hat Glück gehabt. SZ-Autoren und ihre schlimmsten Urlaubspannen.

Spaßterror

Ein Ferienhotel auf der kroatischen Insel Mali Lošinj, ein Stapel Bücher, es ist die herbeigesehnte oder auch nur herbeigeredete Entspannung. Doch irgendwann siegt die Versuchung: Die zehnjährigen Mädchen wollen auf die Reifen, die übers Wasser fliegen, was lustig aussieht, wenn man am Strand liegt. Der Kapitän des Motorboots deutet mahnend auf die Schwimmwesten; zwei gefallsüchtige Väter und zwei ahnungslose Töchter nehmen nach einer kurzen Instruktion (“alles easy”) ihre Plätze ein.

Und los geht die Fahrt mit dem Vierspänner, eher gemächlich, bis der nette Kroate, animiert vom Seegang, mal so richtig Gas gibt. In den Gesichtern der Mädchen, die gerade noch voller Begeisterung waren, spiegelt sich jetzt das blanke Entsetzen, wobei der Bootsführer das Kreischen als Zustimmung wertet, noch einen Gang zulegt und Wellenklatschen spielt. Eine Tochter jault fast so laut auf wie der Motor, das Gesicht voller Salzwasser und Tränen. Wie lautete doch der Kommentar der fränkischen Reisegruppe, die vor uns dran war? “Dodaaal abardig.”

Regnerischer Sommer in Italien Hallo! Sonne?

Je kürzer der Urlaub wird, umso perfekter muss er sein. Doch wenn es regnet, ist nichts locker. Nicht der Sand. Nicht die Leute. Besuch auf einem der größten Campingplätze der Adria – in einem Sommer, wie sie ihn dort noch nicht erlebt haben.

Nach endlosen 15 Minuten hat der Kapitän ein Einsehen und steuert den Strand an. Ein Vater hat blutige Ellbogen, weil er sich mit der Wucht eines Akkuschraubers in den Haltegriff des Gummitiers hineinmanifestiert hatte. Der andere versucht vergeblich, seine wimmernde Tochter zu besänftigen: War doch nur ein Spaß! Oh ja, unvergesslich.

Christian Mayer

Autopanne

Das Wohnmobil war fabrikneu. Wir hatten es für drei Wochen ausgeliehen, um damit den Rhein entlangzufahren, von der Quelle zur Mündung. So ein Haus auf Rädern ist ja eine prima Sache – solange man damit nicht einparken, rückwärtsfahren oder wenden muss. Beim ersten Rangierversuch stand leider ein Felsen im Weg. Beule Nummer eins. Das seitliche Einparken lief auch nicht so glatt. Beule Nummer zwei.

Die Allee in Düsseldorf war schön, aber die Äste der Platanen hingen dann doch tiefer als erwartet. Beule Nummer drei. Nach drei Wochen war ich so nervös, dass ich am liebsten nicht mehr anhalten wollte, vor lauter Angst vor der Beulenpest. Deshalb lehnte ich die Bitte meiner Kinder, auf dem Weg zur Rückgabestation bei McDonald’s zu halten, hartherzig ab. Wie sollte ich denn da bitte parken mit so einem Monster? Darauf der Vorschlag meiner schlauen Tochter: “Fahr doch durch den Drive-through!” Spitzenidee. Allerdings stellten wir fest, dass die Höhenbegrenzung ein paar Zentimeter unter der Gesamthöhe unseres Fahrzeugs lag – und zwar genau in dem Moment, als das Wohnmobil scheußlich knirschte und dann feststeckte.

Sommerurlaub in aller Welt Weg hier!

Die peinliche Szene, in der ich auf das Dach klettere und das abgerissene McDonalds-Schild vom Auto zerre, ist auf vielen Handy-Videos zu sehen, denn der Unfallort war schnell von mehreren Schulklassen umringt, die gerade aus ihren Bussen ausgestiegen waren. Beulen Nummer vier und fünf. Der Schadensbericht, den ich bei der Versicherung ablieferte, wird dort wahrscheinlich bei jedem bunten Abend zur Erheiterung vorgelesen.

Titus Arnu

Bettwanzen

Der Biss der Bettwanze wirkt spät. Erst Stunden nach dem Aufstehen fängt es an zu kribbeln, anfangs nur ein bisschen, am Ende würde man sich am liebsten die Haut abziehen. Die meisten Urlauber haben nur von den Biestern gehört, aber fast jeder Pilger lernt sie irgendwann kennen. Ich habe in der Meseta das Vergnügen, dem kargen spanischen Hochland, das den Jakobspilger kurz nach Burgos erwartet.

Die Übernachtung im Refugio kostet wie immer nur ein paar Euro, ist angesichts der muffigen Laken und der Schnarchorgie der Bettnachbarn aber auch kein wirkliches Schnäppchen. Am nächsten Tag marschiere ich im Morgengrauen mit zwei dicken Kolumbianern los. Bei unserer ersten Kaffeepause setzt das Kribbeln ein. Kurz darauf fange ich an, mich zu kratzen. Gegen Mittag erklären die Dicken, dass sie jetzt lieber allein weiterlaufen würden.

Urlaubsziele der Deutschen Ballermann und Ballerfrau

Endlich Urlaub! Aber wohin? Fernreisen sind zwar ein beliebtes Partygespräch, doch im Normalfall heißt es für Deutsche eher “Malle” statt Malediven. Die Badewanne Mittelmeer lockt, auch in Krisenländern füllen sich die Hotels wieder.

Am Abend haben sich die aufgekratzten Stellen an Armen und Beinen in Verbindung mit der Sonnenmilch in dicke Pusteln verwandelt, aus denen abwechselnd Blut und eine wässrige Flüssigkeit laufen. Der Juckreiz: kaum auszuhalten. Er begleitet mich weiter. Bis Santiago de Compostela, etwa 500 Kilometer lang. Vielleicht kommen auch ständig neue Bisse dazu, keine Ahnung. Der Jakobsweg, heißt es, gibt jedem Pilger das, was er verdient.

Marc Felix Serrao

Unfall

Die Berliner Familie im Nachtzug nach Zürich, unterwegs in die Schweizer Alpen. Die Kinder schlafen, der siebenjährige Sohn mit seinem Panini-Album im Arm, es ist Fußballweltmeisterschaft. Plötzlich, der Zug steht gerade, ertönt ein Knall, gefolgt von Geschrei. Der Junge ist aus dem obersten Bett des Liegewagens gestürzt, Blut läuft vom Kopf in sein Deutschland-Trikot. Der Schaffner kommt, dann drei Sanitäter mit einer Trage.

Im Halbschlaf rafft die Familie ihr Gepäck zusammen, um die Weiterfahrt im Rettungswagen anzutreten. Für die Frage, wo man eigentlich sei, reicht es noch. Auf dem Bahnhof Mannheim, was sich später als die Unfallursache herausstellen wird. Dort rangiert der Nachtzug, was wohl mit einer Wucht geschah, dass es den Jungen aus dem Bett katapultierte. Statt auf die Bergstation geht es für die Berliner Familie nun stationär ins Krankenhaus. Die Diagnose ist schnell gestellt, Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Die Ärztin sagt, dass der Junge eine Woche nicht in die Sonne und keinen Sport machen dürfe. Und Fernsehen sei bei Gehirnerschütterung kontraindiziert. Es ist 3.41 Uhr morgens im Universitätsklinikum Mannheim, der erste Ferientag, der Tag des Finales der Fußballweltmeisterschaft. Und noch bevor die Ärztin die Worte “absolutes Fernsehverbot” fertig ausgesprochen hat und das Geheul eines siebenjährigen Jungen das Krankenzimmer erfüllt, ist klar, dass die Therapie des Problems das noch viel größere Problem sein würde.

Verena Mayer

Ticketprobleme

Wir betreten die Schalterhalle des Lissaboner Bahnhofs Santa Apolónia gegen 19 Uhr mit der Absicht, Fahrkarten für einen Nachtzug zu kaufen, der um 21.18 Uhr ins französische Hendaye fährt. Über das Strebertum, so zeitig da zu sein, hat sich ein Mitreisender da schon weidlich lustig gemacht. Sechs Schalter haben geöffnet, vier für “Inland”, zwei für “Ausland”.

Postkarten aus dem Urlaub “Bunt und kitschig muss es sein”

Boris Hesse bringt die Hälfte aller Ansichtskarten heraus, die in Deutschland gekauft werden. Ein Gespräch darüber, weshalb amerikanische Touristen nicht ans Meer fahren, Japaner den Rhein lieben und Angela Merkel auf Postkarten nicht laufen würde. SZ-Magazin

Vor den Auslandsschaltern drängen sich etwa achtzig Leute, viele Interrailer. Vor den Inlandsschaltern drängt sich: niemand. Die einsamen Mitarbeiter sagen höflich: “Für Auslandskarten wenden Sie sich bitte an unsere Auslandsschalter.” Im Verlauf der nächsten Stunde gelingt es den beiden Fachverkäufern für Schienenfernreisen, locker elf, zwölf Kunden zu bedienen. Weil es so gut vorangeht, macht um 20 Uhr einer der Auslandsschalter zu.

Um 21.17 Uhr flehen Dutzende Deutsche, Engländer und Italiener den Schaffner des Sud-Expresso an, doch bitte auch ohne Ticket einsteigen zu dürfen. Der Mann erklärt sachlich, aber bestimmt, dass man in seinem Land fürs Zugfahren Fahrkarten brauche. Nach einem Regenguss ist der Abend in Lissabon dann angenehm mild und der gegrillte Hammel ausgezeichnet.

Roman Deininger

Gruppenkoller

In dem Streit ging es oberflächlich darum, dass die eine Mutter eine Tierschützermutter ist und der Vater einer anderen Familie findet, dass Tiere vor allem erst mal stinken. Unter der Oberfläche ging es darum, dass drei Elternpaare und acht Kinder seit zehn Tagen in einem Haus am Strand festsaßen, Italien, Regen, dünne Wände. Nachts Mücken, wimmernde Babys, irgendwelche Tiere unterm Dach. Warum noch mal macht man das mit dem Verreisen?

Am letzten Abend kann man jedenfalls immerhin draußen essen. Die Kinder toben im vermatschten Garten, überhaupt, die Kinder lieben sich in diesem Urlaub, die können das ja mit der Enge. Die Eltern trinken Wein und schweigen, zwischendurch atmen sie tief, laut durch. Dann schleicht ein Tier in der Dunkelheit herum. Marder? Katze? Was Größeres? Die eine Mutter stellt eilig einen Speiseresteteller für das Tier zusammen, während der andere Vater aufspringt, in die Küche rennt und mit der Riesenwasserpumpgun bewaffnet brüllend in den Garten stürmt. “Jetzt hab ich dich! Gib Ruhe, du Stück!”, schreit der Vater und spritzt wild um sich. “Tiermörder! Du bist ein Tiermörder!”, schreit die Mutter und springt auf.

Der Streit eskaliert dann im Laufe des Abends über mehrere Stufen. Es wird gestritten, wie unter Erwachsenen im Grunde überhaupt nicht mehr gestritten wird. Laut, gemein, persönlich, grundsätzlich, nachtragend, alle durcheinander. Alle schlafen tief in dieser Nacht. Am nächsten Tag fahren sie aufgeregt nach Haus. Im Auto fragen die Kinder, ob sie nun nie mehr mit ihren Freunden in den Urlaub fahren werden.

Dieses Jahr waren wir alle zusammen im Allgäu. Vor dem Haus grasten Kühe. Es war viel zu kalt für Wasserpumpguns. Aber es war wunderschön.

Vera Schroeder

Miese Küche

Es sollte so richtig die große Cucina Italiana werden – zwei Wochen Süditalien, ein tolles Haus, vier begeisterte Esser und jeden Tag auf den Markt! Deshalb wählten wir den Erntemonat September als Reisetermin ins Cilento, suchten schon ein Jahr vorher das perfekte Ferienhaus. Nach Wochen abendlichen Abwägens war die Wahl auf ein großes Haus am Hang gefallen, teuer, aber freie Sicht aufs Meer und drei Terrassen mit Zitronenbäumen und Rosmarinrabatten. Wir packten viele Kochbücher und wenige Klamotten ein, schließlich hatte es noch 27 Grad, und fuhren dann sehr lange in eine Richtung, nicht ohne dabei schon den ein oder anderen Marktstand zu plündern.

Schlechte Aussichten, tolle Leserfotos Hotel Tristesse

Das Haus war prächtig, die Terrasse groß, die Zitronenbäume vorhanden, das war aber auch das einzige kulinarische Entgegenkommen. Die Küche, die auf den Fotos großzügig gewirkt hatte, war klein und vollgestellt, der Gasherd funktionierte nur zur Hälfte, es gab keine Schneidbretter und, unfassbar, nicht mal richtige Gläser. Dem Grill fehlte der Rost, dafür rostete der Backofen, und das Wasser im Spülbecken lief nicht ab. Darüber hing ein Schild, das auf Deutsch die Hausregel ausgab: “Bitte werfen Sie den Mull in den Ort”.

Da standen wir, mit Kisten voll Tomaten und einer tropfenden Tüte mit frischen Rotbarben und hatten nicht mal ein Schneidebrett. Eine abgebrochene Türklinke, einen Skorpion unterm Sofa und zwei Nächte in einem kollabierenden Bett später wussten wir, wie mit der neuen Situation umzugehen war: Wir gingen einfach nicht mehr ins Haus. Blieben von morgens bis abends im Garten und zogen um zehn Uhr nachts runter in die Restaurants. Nächstes Mal reicht wieder ein Zelt!

Max Scharnigg

 

Übernommen aus:

http://www.sueddeutsche.de/reise/pannen-in-den-ferien-na-wie-war-der-urlaub-1.2108974

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Halloween Kostüm selber machen

Oktober 22nd, 2014

Halloween wird in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, also zu Allerheiligen, zelebriert.

Dieses Ereignis verbinden die Kinder mit gruseligen Figuren, die in der Dunkelheit umherwandern, an Haustüren klingeln und „Süßes oder Saures!“ fordern.

Um mit den Kindern für diesen Zweck ein möglichst unheimliches Kostüm zu schaffen, ist die Fantasie gefordert.

Wichtig ist, dass es möglichst furchteinflößend aussieht, wobei es nicht viel kosten muss.

Das individuelle Kostüm ist in keinem Laden zu kaufen, und die große Freude über die selbst ausgedachte Gestaltung ist fast so schön, wie Halloween selbst.

Die Verkleidung als Zombie für ein Mädchen

Das Kleid ist zerfetzt, ausgefranst und schmutzig. Egal ob das Mädchen lange oder kurze Haare hat, sie könnten zu einer wilden struppigen Mähne kräftig auftoupiert und mit Haarspray fixiert werden.

Der Look als Zombie wird mit dem passenden Make-up vervollständigt, indem mit knallrotem Lippenstift blutige Spuren am Hals und aus den Mundwinkeln heraus gemalt werden.

Die kräftig schwarz umrandeten Augen verstärken den Zombie-Effekt noch.

Das Piraten-Kostüm für einen Jungen

Der Pirat hat idealerweise eine schwarze Augenklappe oder ein quer über das Auge gebundenes Tuch. Auch mit einem schwarzen Make-up-Stift kann die Augenklappe aufgemalt werden. Auf dem Kopf wird ein Tuch eng gebunden.

Dunkle Hosen oder Jeans und entweder ein weißes Hemd oder ein gestreiftes T-Shirt dienen als Kleidung.

Um die Taille wird ein Schal gebunden, dessen Enden lässig herunterhängen.

Nun wird noch der schwarze Bart an das Kinn und über die Oberlippe gemalt; fertig ist das Piratenkostüm.

Ein Geist als Grusel-Outfit für Mädchen und Jungen

Ein weißes Laken oder eine Tischdecke wird über den Kopf gelegt und am Hals mit einer schwarzen Schleife zusammengebunden. Die Augen, die Nase und der Mund werden ausgeschnitten und mit einem schwarzen Stift so umrandet, dass ein schauderhafter Gesichtsausdruck entsteht.

Das Laken rundherum in Fetzen schneiden oder reißen und an den Armen so befestigen, dass es nicht verrutschen kann und die Arme gut bewegt werden können. Fertig ist der Geist!

Die Kinder werden bei der Mitgestaltung ihres eigenen Halloween-Kostüms einen Heidenspaß haben.

Das nächtliche Gruselspiel auf den Straßen und auf der Halloween-Party kann beginnen!

Das außergewöhnliche Kostüm kann unter Umständen in einer ähnlichen Form auch für den nächsten Karneval verwendet werden.

 

zur Webseite:

www.vorname.com/ratgeber

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Ferienwohnung in Spanien vs. All-Inklusive

Oktober 18th, 2014

Spanien ist noch immer eines der beliebtesten Reiseziele. Dafür verantwortlich sind unter anderem die traumhaften Strände, imposante Bauwerke und verträumte, heimelige Städtchen. Die Vielfalt des Landes lockt Touristen aus jeder Altersklasse und macht somit den touristischen Erfolg des Landes aus.

Familienurlaub in einer Ferienwohnung

Eine Ferienwohnung in Spanien ist der perfekte Ausgangspunkt für einen abwechslungsreichen Familienurlaub. Sowohl Aktivitäten als auch entspannte Tage am Strand sind möglich ohne sich an feste Zeiten eines Hotels halten zu müssen. Für Tagesausflüge in die Umgebung bietet sich ein Mietwagen an, aber auch mit Mieträdern kann man sportlich die Landschaft erkunden. Gerade auf den Inseln und in den Gebirgsregionen Spaniens sollte man die Route allerdings vorher gut planen, damit die komplette Familie Spaß hat und nicht völlig erschöpft. Abends wieder in der Ferienwohnung angekommen können dann gemeinsam die kulinarischen Spezialitäten des Landes zubereitet werden.

All-Inklusive statt Ferienwohnung

Wer sich im Urlaub um nichts mehr kümmern will für den ist eine Ferienwohnung wohl nicht das richtige. Hier bietet sich der All-Inklusive Urlaub in einem Hotel an. Besonders Jugendgruppen greifen gerne auf den Komfort von 3 Mahlzeiten am Tag zurück. Doch auch hier lohnt es sich das Hotel zu verlassen, Strände zu erkunden und Tagestouren zu unternehmen. Oftmals bieten die Hotels Informationen zu Attraktionen in der Umgebung und haben Kontakte zu Autovermietungen und ähnlichem.

Katalonien erkunden

Noch vor den Balearen ist Katalonien das beliebteste Reiseziel in Spanien. Für einen Städteurlaub ist hier besonders Barcelona interessant. Keine andere Stadt hat so viele Bauwerke zu bieten, welche sich auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes wiederfinden. Am bekanntesten ist davon sicherlich die Basilika Sagrada Familia. Der Bau des nördlich der Altstadt gelegenen Gotteshauses wurde im Jahre 1882 begonnen und ist bis heute noch nicht fertiggestellt. Besonders fallen die vielen spindelartigen Türme ins Auge, welche wie Sandburgen erscheinen, doch auch die Details der vielen Verzierungen sind beeindruckend.  Wer nach zahlreichen Besichtigungen genug von Kultur hat und sich für Fußball interessiert sollte Camp Nou, das Stadion des FC Barcelona, besichtigen. Hier kann in Umkleidekabinen, Kapelle, Spielertunnel und Pressekabinen hinter die Kulissen geblickt werden.

Egal in welcher Art Unterkunft man übernachtet, Spanien hat in jedem Fall einiges für Urlauber zu bieten. Egal ob ein erholsamer Strand- oder ein aktionsreicher Städteurlaub. Jede Altersgruppe kann hier den gewünschten Urlaub verbringen.

 

Seite besuchen:

www.my-destination.net/reiseinfos

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Ärgern, aber richtig: Wie man Zugbegleiter zur Weißglut bringt

September 18th, 2014

Um es vorwegzunehmen: Die Bahn ist ein wunderbares Verkehrsmittel, und die Deutsche Bahn ist viel besser als ihr Ruf. Sind Sie jeden Tag pünktlich? Also! Und die Bahn fährt täglich 25.000 Personenzüge in Deutschland.

Undifferenziertes Bahn-Bashing ist total out, seine tarifpolitischen Spielchen auf dem Rücken der Fahrgäste austragen allerdings auch. Für Warnstreiks, mit denen das wahrlich nicht fürstlich entlohnte Zugpersonal mehr Geld und verträglichere Arbeitszeiten durchsetzen will, könnte man Reste von Verständnis aufbringen – für Arbeitsniederlungen, weil sich die Gewerkschaften einen Machtkampf liefern jedoch ganz sicher nicht.

Und um ein Kräftemessen der Gewerkschaften geht es in diesem Tarifkonflikt. Deshalb stundenlang in stehenden Zügen sitzen und gar Zugausfälle hinnehmen müssen, ist ärgerlich. Also ärgern wir zurück. Aber richtig. Denn ein erfahrener Eisenbahner, den die Streiks aufregen, gibt dafür Tipps.

Sag mir, auf welcher Seite Du stehst

Beim ersten Kontakt geht man das Zugpersonal gleich ganz direkt an: “In welcher Gewerkschaft sind Sie eigentlich? Bei der EVG oder gar in dieser GDL?” Das an sich ist schon eine Frechheit, und ein Bahner, der unvorsichtigerweise darauf antwortet, hat sofort verloren.

Outet er sich als einer von der Lokführergewerkschaft GDL, nennen Sie ihn einen Streikhansel, der sein Lohnplus auf Ihrem Rücken erkämpft. Was ja stimmt. Sagt er EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) können Sie ihn als Flaumacher verspotten, der sich mit dem Bahnvorstand angeblich ins Bett legt. Entsprechend geschmacklose Karikaturen verbreitet die GDL derzeit.

Hält sich der Bahner hingegen klug zurück, haben Sie immerhin Konfliktbereitschaft gepaart mit einer gesunden Portion Halbwissen bewiesen – wer weiß schon von EVG und GDL und ihrem internen Zwist. Die erste Provokation dürfte gelungen sein. Blöd ist, wenn Sie an einen der wenigen Beamten geraten, die nicht streiken dürfen. Dem müssten Sie eigentlich um den Hals fallen.

Nur noch rasch ein Dessert bestellen

Die 1. Klasse ist für Bahnkunden schön, für Bahnmitarbeiter ist es der Dienst dort nicht. Unter anderem, weil es da den Service am Platz gibt. “Am schlimmsten bei diesem Job sind nachträgliche Essensbestellungen”, verrät unser Bahn-Informant. Die Zugbegleiter müssen sich neben allen anderen Aufgaben mit vollen Tabletts von der “Bordküche” durch die Gänge quälen und Kellner spielen.

“Wenn dann ein ganzes Abteil versorgt und damit bedient ist und einer dann doch noch einen Nachtisch will, ist das echt kein Vergnügen.” Denn dann geht die Rennerei wieder los – für ein Schälchen Kompott. Und es warten noch so viele andere Abteile mit ungeduldigen Menschen, die versorgt werden wollen.

Tummelfeld für Nicklichkeiten

Dasselbe Spielchen können wir in der 1. Klasse mit den Zeitungen spielen. Die Bahn bietet dort mehrere Blätter an. “Wir haben zu Beginn meist zehn Zeitungen über dem Arm hängen. Das ist irgendwann richtig schwer, sie den ganzen Tag durch die Gänge zu schleppen”, sagte der Bahner.

Soll der Ärger gelingen, sucht man sich natürlich die Zeitung aus, die es da an diesem Tag gibt, die unser Zugbegleiter aber just in diesem Moment nicht dabei hat. Für seine Premiumkunden wird er nach einem Exemplar auf die Suche gehen.

Zugegeben, das ist gemein. Aber denken Sie an den dreisten Tarifpoker, der rein gar nichts mit besseren Bedingungen für die hart arbeitenden Bahner zu tun hat. EVG und GDL fordern in dieser Tarifrunde nämlich nahezu identische Verbesserungen.

Sie fahren gar nicht 1. Klasse? Egal, ab in einen der schönen Waggons mit den bequemen Sitzen und der Beinfreiheit. Sie sind natürlich nicht so dumm, sich zu setzen, gar ihr Gepäck mitzuschleppen. Nur ein bisschen dort rumstehen, reden, gucken und Premiumatmosphäre genießen. Eigentlich müsste Sie das Zugpersonal zum Gehen auffordern – weil 1.-Klasse-Kunden ja dafür bezahlt haben, komfortabler zu reisen und dabei nicht beguckt werden wollen. Aber das macht kein Bahner gerne. Auch wenn es korrekt ist, kommt das vielen im Zugpersonal kleinlich vor.

Das Ganze kann man noch steigern, wenn man sich bei proppenvollen Zügen frech mit seinem zweitklassigen Ticket in die 1. Klasse setzt. Am besten mit Kind und vorwurfsvollem “Ich-habe-einen-Platz-gekauft”-Blick. Was zweifellos dreist ist. Es kostet das Zugpersonal dann wirklich Überwindung, Sie des Platzes zu verweisen.

“Die Fahrkarten, bitte”

Die Ticketkontrolle naht. Wir haben natürlich nicht bei der Bahn unsere Fahrkarte gekauft, sondern auf einem Onlineportal, L’Tur oder so. Und wir können die E-Mail vorweisen, wonach wir das entsprechende Ticket erworben und bezahlt haben. Nur das Ticket selbst nicht.

Das Zugpersonal ist nun mit der Tatsache konfrontiert, dass Sie nachweislich einen gültigen Fahrschein erworben haben, den aber nicht vorzeigen können.

“Man glaubt gar nicht, wie oft das passiert. Die Leute denken, eine E-Mail-Bestätigung genüge und sei identisch mit einem Ticket. Die anschließende Diskussion mit dem Fahrgast darüber, dass das nicht reicht, ist meist sehr unangenehm”, gesteht unser Bahner. Grundsätzlich ist er im Recht, aber Sie sind der Kunde.

Das Zugpersonal soll Kunden zufriedenstellen, der Kontrollierende wird also versuchen, eine Lösung zu finden. Meist kassiert er Sie dann aber doch noch mal ab. Wenn Sie das nicht wollen, zaubern Sie doch noch irgendwo den Ausdruck des eigentlichen Tickets hervor. Echt übel.

Die Nummer mit der Onlinefalle

Diese Fiesheit funktioniert auch sehr gut beim Onlineticket oder mit Kindern. Beim Onlineticket gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich bei der Kontrolle auszuweisen. Seltsamerweise haben unzählige Fahrgäste immer genau das Dokument, das dafür nötig wäre, nicht zur Hand.

Zugbegleiter sind schrottgenervt, dutzende Mal am Tag die Diskussion zu führen: “Aber sie müssen sich mit dem x oder y legitimieren”, während Sie erklären, den geforderten Perso oder die Kreditkarte nicht dabei zu haben. Am Ende taucht sie natürlich auf.

Die lieben Kleinen – und das Länderticket

Unerquicklich fürs Personal sind außerdem mitreisende Kinder, wenn die nicht auf dem Ticket der Eltern eingetragen sind. Kinder müssen bis zu einer bestimmten Altersgruppe im Fernverkehr der Bahn nichts zahlen, wenn sie mit einem Erziehungsberechtigten reisen. Fehlt auf dem elterlichen Ticket der Hinweis, dass ein Kind mitfährt, ist es ohne gültigen Fahrschein. Der Zugbegleiter muss nun mit Ihnen diskutieren, dass Ihr Kind schwarz fährt und nachzahlen soll, obwohl es kostenlos reist.

Debatten darüber fürchten Zugbegleiter – obwohl sie im Recht sind. Darüber gehen Sie jedoch hinweg, indem Sie den Bahner an seinen Ermessensspielraum erinnern: “Sie könnten ja, Sie wollen nur nicht …” Dieser Spielraum ist eng, aber es gibt ihn.

Für ordentlich Verwirrung kann man derweil im Regionalverkehr bei der Ticketkontrolle mit dem Länderticket sorgen. Auf dem können bekanntlich mehrere Personen fahren. Naht die Kontrolle erklären wir, dass “bei mir mehrere Leute mitfahren”. Nur: Der “Atze is gerade uff Klo”, “die Elfi sucht den Getränkeautomaten” und “Kevin macht mal wieder uff verschollen”. Aber “er hat was Rotes an”.

Der Zugbegleiter kann sich dann die Reisegruppe zusammensuchen, was äußerst unbeliebt ist. Und das hat in der Zeitnot des Personals ihren Hauptgrund.

Zeit ist auch für Bahner Geld

Vor allem im Fernverkehr seht das Zugpersonal ständig unter Zeitdruck. Die Bahner müssen binnen einer bestimmten Frist einen Wagen “abgearbeitet” haben, dazu gehören vor allem die Kontrollen. Unerkannte Informanten, sogenannten Mystery Customer, halten fest, ob der Zeitplan stimmt.

Ist ein Zugbegleiter zu langsam, kann ihn das im schlimmsten Fall neben einer Rüge Teile seiner flexiblen Zulage kosten. Wer das Zugpersonal also ärgern will, lässt sich mit allem so richtig Zeit. Obergemein. Aber will man das eigentlich? Mal ehrlich: Die nervigsten Typen im Zug sind doch fast immer Mitreisende.

“Krieg ich meinen Anschlusszug?”

Aufgrund des Zeitmangels ist auch bei Verspätungen die Frage “erreiche ich meinen Anschlusszug”, gefürchtet beim Zugpersonal. “Kaum fragt einer, kommen gleich vier andere auch noch an. Das wirkt ansteckend”, stöhnt unser Informant.

Nun ist es absolut verständlich, dass Kunden wissen wollen, ob sie pünktlich weiterkommen, doch die Bahner hören Fragen wie diese hundertmal am Tag und verfügen nur über geringe Mittel, das befriedigend rauszubekommen. In aller Regel öffnen sie an ihrem mobilen Gerät ein Programm wie den DB Navigator, der auf jedem guten Smartphone ist.

Die Variante des Zugpersonals hat wenig umfassendere Informationen als wir, er kann kaum einen Bahnkunden in kurzer Zeit zufriedenzustellen. Dann noch den Zugbegleiter bestürmen, der Anschlusszug solle doch bitten warten, steigert den Nervfaktor noch mal deutlich. Denn anders als man denkt, haben Zugbegleiter darauf so gut wie keinen Einfluss.

Ob beispielsweise ein Regionalexpress auf einen verspäteten ICE wartet, hängt nicht von einer imaginären “Rangfolge” der Züge ab oder dem Einsatz “meines Zugchefs”, sondern vom Verkehrsvertrag, den der Besteller des RE, das Bundesland oder der jeweilige Verbund, mit der Bahn abgeschlossen hat. Normalkunden das zu erklären, ersparen sich nahezu alle Bahner lieber.

Es läuft nicht rund mit den Rädern

Sie haben sich derweil entschlossen, das schöne Sommerwochenende mit einer Radtour zu verbringen, die in der Regionalbahn beginnt. “Radmitnahme eingeschränkt möglich”, steht im Fahrplan. Wann die Radabteile dann Samstagvormittag endgültig rappelvoll sind, liegt im Auge des Betrachters. Für die, die schon drinsitzen, geht nichts mehr. Die, die noch rein wollen, sehen noch “jede Menge Platz”.

Das Zugpersonal, das über unzählige Räder stolpert, muss schlichten – ein sich stets an lauen Wochenenden, vor allem in den Großstädten wiederholendes und zermürbendes Prozedere für Bahnmitarbeiter. Selbstredend vertreten wir unsere Position mit Nachdruck.

Wem das nicht reicht, der nervt die Zugbegleiter in den ICEs mit dem Kalauer, doch endlich mal auch hier sein Rad mitnehmen zu wollen. Was zum Glück weiterhin untersagt ist. Stellen Sie sich einen übervollen ICE Freitagnachmittag vor und ein paar dieser militanten Radler, die ihre Gerät am liebsten noch ins Bordrestaurant schleppen würden.

Heiße Sache, prima Klima

Auch sehr beliebt: Stören Sie sich einfach mal an der Temperatur in Ihrem ICE-Großraumabteil. Und bitten den Zugbegleiter, zu kühlen oder einzuheizen. Möglichst gut hörbar. “Denn kaum haben das andere Fahrgäste gehört, ist auch denen schlagartig zu heiß oder kalt. Und sie wollen, dass das abgestellt wird”, verrät unser Bahner.

Vermutlich geht es den Leuten schlicht auch darum, sich nicht von einem anderen Reisenden die Raumtemperatur vorgeben zu lassen. “Wenn man da einem Wunsch nachkommt, kann man ganz schnell 50 Mal rennen, und am Ende sind doch alle unzufrieden”, stöhnt der DB-Mitarbeiter.

Ein einziger Espresso für eine ganz Gruppe

Sie haben also mehrmals eine Korrektur der Raumtemperatur gefordert und ziehen nach Erreichen dieses Ziels ins Bordrestaurant, Quartett spielen oder eine Landkarte ausbreiten. Essen wollen Sie da natürlich nicht. Aber so dumm, dort Ihr Pausenbrot auszupacken, sind Sie auch nicht. Die Bordgastronomen beobachten zunehmend, dass Fahrgäste das Restaurant als eine Art Pausenraum mit mehr Platz sehen.

Den gibt es allerdings nur, wenn man etwas verzehrt. Die Bordrestaurants und das Personal müssen Umsatz machen, also wird es Sie vertreiben müssen, wenn nichts bestellt wird. Das an sich ist schon unangenehm genug, da viele Kunden erstaunlich hartnäckig ohne Speis’ und Trank sitzen bleiben.

Sie sind noch tückischer und halten sich als Gruppe an einem Espresso und einem Wasser fest – dann ist der Bordgastronom machtlos. Blöd für ihn, denn die Restaurants verdienen sowieso schon kein Geld, genau wie die Nacht- oder Autozüge. Wäre die Bahn jene kalte Gewinnmaschine, als die man sie immer wieder darstellt, hätte sie die Bordrestaurants sowie Auto- und Nachtzüge längst allesamt abgeschafft.

Her mit dem Formular, hier und jetzt

Wie die Zeit vergeht im Restaurant – und die Verspätung unseres Zuges ist enorm. Sie suchen das Zugpersonal und verlangen nachdrücklich das Verspätungsformular, um Entschädigung fordern zu können. Das gibt es natürlich auch am Service-Point, aber sicher ist sicher.

Nur: Oft haben die Zugbegleiter beim Durchgang nicht genug Exemplare dabei, sie müssen es holen gehen. Stress pur, wenn mit steigender Verspätung ein Ansturm auf die Formulare einsetzt. Und Sie lassen sich mit dem Hinweis auf den Service-Point nicht vertrösten.

Die Schweiz und der Börsengang

Zuletzt gehen wir den Bahnern mit dem Vergleich der Bahn in der Schweiz, diesem angeblichen Schienenwunderland, noch mal gehörig auf die Nerven. Erstens hinkt der Vergleich dieses Bahnzwergstaates mit dem großflächigen Netz in Deutschland. Zweitens kann das Zugpersonal nun wirklich nichts dafür, dass bei den Eidgenossen manches besser läuft.

Am Ende sorgt ein trotziger Verweis, manches wäre hier besser “ohne eure Börsenpläne” für vollendete Verstimmung. “Börsengang” – immer noch ein Reizwort für das Gros des Zugpersonals, das von dem ehrgeizigen Vorhaben bei Verwirklichung wirklich nichts gehabt hätte.

 

Webseite:

http://www.welt.de/reise/article131933151/

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Alarmanlage.de startet als Portal für Sicherheitstechnik

September 16th, 2014

Unter Alarmanlage.de finden Verbraucher und Gewerbetreibende das Portal für Sicherheitstechnik. Neben Informationen zu Alarmanlagen, Brandschutz und Haussteuerungssytemen sind hier Statistiken und Daten rund um Sicherheitsthemen aufgearbeitet. Neben diesen bietet das Gemeinschaftsprojekt von Marcus Seidel (Businessangels.de) und der Ever Energy Group GmbH auf Alarmanlage.de Beratung und Installation von Alarmanlagen und Sicherheitssystemen.

Das Thema Sicherheit und Einbruchschutz wird immer relevanter in Deutschland – nach
der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 ist die die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle erneut um 3,7 Prozent gestiegen. Im Jahr 2013 lag die Zahl der registrierten Einbrüche bundesweit bei 149.500 Fällen (2012: 144.117 Fälle). Mittlerweile werden durchschnittlich 410 Einbrüche in Deutschland pro Tag verzeichnet – das heißt es geschieht alle 3,5 Minuten ein Einbruch.

Aus diesem Grund gewinnt das Thema Sicherheit und Schutz immer mehr an Bedeutung.
Laut einer Umfrage gaben 58 Prozent der Befragten an, dass jeder Bürger selbst in der
Verantwortung sei, sich um die Sicherung seines Haushaltes zu kümmern (Quelle: Statista 2014) und sich besser vor Wohnungseinbrüchen zu schützen. Das Portal Alarmanlage.de hat diese erschreckende Entwicklung frühzeitig erkannt und
bietet als Spezialist für Alarmanlagen und Sicherheitssystemen fachliche Beratung, Information sowie Installation von Sicherheitstechnik.

„Nach zwei Einbruchsversuchen und einem erfolgreichen Einbruch haben wir vor zwei
Jahren bei uns privat und auch bei all unseren Unternehmen Alarmanlagen eingebaut. Zuerst haben wir auf die günstige „Selbstbau-Variante“ zurückgegriffen, diese nach 6 Monaten in den Mülleimer geworfen und schnell gemerkt, dass man in dem Bereich definitiv mit Profis zusammenarbeiten muss“, so Marcus Seidel, Gründer von Alarmanlage.de. „Mit diesen Profis, die auch bei uns die Anlagen verbaut haben, betreiben wir zusammen Alarmanlage.de und können so die Dienstleistung von der Beratung bis hin zum Einbau und der Installation der Alarmanlage überall in Deutschland abdecken und bedienen.“

Tatsächlich wird der Markt für Alarmanlagen und Aufklärung angesichts der rasant steigenden Einbruchszahlen immer größer – auch, da es dank der heute verfügbaren Technik möglich ist, Büros, Läden, Wohnungen oder selbst Gartenhäuser schnell und kosteneffizient abzusichern und diese ganz leicht per Webzugriff oder Handy überwacht werden können. Dabei spielt Qualität natürlich eine entscheidende Rolle. Der Einbau durch Spezialisten gewährleistet zudem einen wirklich umfangreichen Schutz, welcher gleichzeitig vom Kunden komfortabel bedient werden kann. Marcus Seidel erklärt hierzu: „Bereits von Beginn an arbeiten wie mit namhaften Partnern wie der EESec, Securitas, der Santander Bank oder auch Abus zusammen und können unseren Kunden somit eine breite Auswahl und vollen Service inklusive aller Montage- und Einrichtungsleistungen anbieten.”

Die jahrelange Erfahrung der Profis und die hochwertige Technik bieten den Kunden eine
individuell abgestimmte und zukunftsorientierte Sicherheitslösung, die nicht nur das Eigentum, sondern vor allem auch das Leben schützen können.

 

Link zur Homepage:

news.immobilienscout24.de/rund-um-die-immobilie

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Edinburgh – die Hauptstadt Schottlands

September 14th, 2014

Auf dem Castle Rock überragt Edinburgh Castle die Stadt mit seinen fast 500.000 Einwohnern. Seit dem 4. Jahrhundert war die Burg der Sitz der schottischen Könige und Königinnen, hier tagte auch das schottische Parlament. Im Mittelalter war die Burg der Zufluchtsort der schottischen Regenten. Viele sehenswerte Ausstellungsstücke zeugen von der wechselvollen, teils dramatischen Geschichte zwischen England und Schottland, hier befinden sich die ältesten europäischen Kronjuwelen, die Honours of Scotland. Auf Edinburgh Castle brachte Maria Stuart ihren Sohn zur Welt, der König von England werden sollte, und an dieser Stelle lohnt es sich, noch einmal der Historie der Rivalinnen Elisabeth von England und Maria Stuart nachzugehen.

Die Hauptstadt Schottlands ist ein touristisches Juwel. Im August finden legendäre Festivals statt, wie das “Fringe”- Theaterfestival oder das “Military Tattoo” mit Gästen aus aller Welt. Ein besonderes Erlebnis ist das Sylvester- Event, der viertägige Hogmanay. Ein langer Fackelzug schlängelt sich von der Altstadt bis zum Hügel, begleitet von historisch kostümierten Rittern und vielen Pipers, den Dudelsackspielern.

Museumsfans kommen in Edinburgh auf ihre Kosten: das Museum of Scotland zeigt die Geschichte der Nation, die National Gallerie beherbergt sehenswerte Exponate, und der Palace of Holyroodhouse an der Royal Mile ist auch heute noch Sitz der englischen Königin, wenn sie in Schottland weilt. Dem 300 Jahre alten “Wasser des Lebens” spürt man im Erlebnismuseum der Whiskey- Experience nach.

Die Princes Street ist eine der attraktiven Einkaufsstraßen mit Blick auf die Burg. Boutiken und klassische britische Markengeschäfte wechseln sich mit traditionsreichen Pubs ab, in denen am Abend schottische Lifemusik gespielt wird. Auch das Kaufhaus Harvey Nichols ist mit seinen 5 Etagen einen Besuch wert, das Angebot reicht von Modeartikeln bis zu Haushaltsgegenständen.

In Edinburgh kommen Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten; denn es gibt eine Vielzahl ausgezeichneter Speiserestaurants, wie die “Whitchery”( Hexenhaus) in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Schottische Speisen mit französischer Raffinesse bietet das “Martin Wishart” an, und mit einem Besuch in “The Kitchen Restaurant” am Hafen von Leith lässt sich eine Besichtigung der “Britannia” verbinden.

 

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.my-destination.net

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Männer im Kreißsaal, Vater bei der Geburt dabei!

September 11th, 2014

In heutiger Zeit ist es eigentlich völlig normal, bzw. es wird erwartet, dass ein werdender Vater bei der Geburt seines Kindes dabei ist, um seine Frau / Partnerin im Kreißsaal zu unterstützen. Und obwohl es vielen Männern schwer fällt, ihre hochschwangeren Frauen in den Kreißsaal zu begleiten und die Geburt mitzuerleben, traut sich kaum einer „nein“ zu sagen, wenn das Thema „Männer im Kreißsaal“ angesprochen wird oder die Entscheidung, bei der Geburt dabei zu sein, bevorsteht. In den 70er-Jahren kam es eher selten vor, dass Männer im Kreißsaal waren, doch mittlerweile sind etwa neun von zehn Väter bei der Geburt ihres Babys dabei! Ein werdender Vater, der seine Frau / Partnerin nicht in den Kreißsaal begleiten will, gilt in unserer heutigen Gesellschaft als Macho oder Weichei.

Männer im Kreißsaal …muß der Vater bei der Geburt dabei sein?

 

Ob ein werdender Papa bei der Geburt seines Kindes dabei sein will oder nicht, das muss er selbst entscheiden. Sicher ist es für viele Frauen eine Hilfe, wenn ihr Mann / Partner sie bei der Geburt im Kreißsaal unterstützt, doch manche Männer sind damit schlichtweg überfordert. Schon allein der Gedanke, seiner geliebten Frau zusehen zu müssen, wie sie unter den immer stärker werdenden Wehen und der Geburt leidet, ist für so manchen werdenden Vater nicht gerade einfach. Sind Männer etwas sensibel oder fühlen sich schnell hilflos, so stellt sich teilweise auch die Frage, ob sie den Vorgängen im Kreißsaal bzw. bei der Geburt überhaupt gewachsen sind oder ob sie erschrecken und vielleicht sogar schockiert sind über den Anblick und den Ablauf einer Geburt. Zum einen erleben Männer im Kreißsaal nämlich mit, wie ihre Frau / Partnerin starke Schmerzen und Qualen ertragen muss und sie ihr nicht helfen können, zum anderen ist die Geburt eine blutige Angelegenheit, was auch nicht gerade einladend ist und so manchem werdenden Vater unter Umständen ganz schön zusetzt.

Die meisten Männer sind im Kreißsaal dabei!

Dennoch entscheiden sich die meisten Männer mit in den Kreißsaal zu gehen, nicht weil dies heutzutage selbstverständlich ist, sondern weil sie ihre Liebste unterstützen und sie in dieser Situation nicht alleine lassen möchten. Außerdem ist es den Männern wichtig, dass sie den intimen und wundervollen Moment im Kreißsaal miterleben können, wenn ihr Kind das Licht der Welt erblickt, seinen ersten Atemzug nimmt und den ersten Schrei macht. In der Regel wird einem frischgebackenen Vater zu gegebener Zeit von der Hebamme / dem Arzt angeboten, das Durchtrennen der Nabelschnur zu übernehmen. Sicher werden die meisten Väter dieses tolle und einmalige Erlebnis nie mehr vergessen, sondern ein Leben lang in guter und schöner Erinnerung behalten.

Frauen sollten ihre Männer nicht zwingen im Kreißsaal / bei der Geburt dabei zu sein!

Haben sich Männer vorab mit dem Thema Kreißsaal und Geburt beschäftigt und wissen genau Bescheid, was sie bei der Geburt ihres Kindes erwartet oder haben sie mit anderen Vätern über deren Erlebnisse im Kreißsaal gesprochen und können sich dadurch ein Bild machen, was auf sie zukommen kann, so können sie selbst am besten entscheiden, ob sie in der Lage sind, diese Herausforderung zu bewerkstelligen.

Fühlen sich Männer nämlich unsicher und sagen von vorn herein, dass sie bei der Geburt lieber nicht dabei sein wollen, so sollten sie auch nicht gegen ihren Willen dazu überredet oder gezwungen werden, im Kreißsaal anwesend zu sein. Denn ist es nicht der eigene Wunsch eines werdenden Vaters, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, sondern begleitet er seine Frau nur um des Friedens Willen in den Kreißsaal, obwohl er eigentlich mit der ganzen Situation beim Geburtsvorgang überfordert ist, so kann er seiner Frau sicherlich auch nicht wirklich beistehen und sie moralisch unterstützen. Im Gegenteil …der werdende Vater kann durchaus auch ohnmächtig werden und so selbst ärztliche Versorgung benötigen. Also sollten Frauen und auch andere Außenstehende die Entscheidung des werdenden Papas einfach akzeptieren und ihm kein schlechtes Gewissen einreden. Ist eine schwangere Frau der Meinung, dass sie im Kreißsaal dennoch die Unterstützung einer ihr vertrauten Person braucht, dann kann ggf. auch die Freundin, Schwester oder sonst eine nahe stehende Vertrauensperson der werdenden Mama mitkommen und ihr bei der Geburt beistehen.

Ist der Fall andersherum und eine schwangere Frau möchte keinesfalls, dass ihr Mann / Partner sie in den Kreißsaal begleitet und bei der Geburt dabei ist, dann sollte der werdende Vater dafür Verständnis aufbringen und ihren Entschluss ohne Vorwürfe hinnehmen, auch wenn es ihm schwer fällt und er vielleicht enttäuscht ist. Manche Frauen möchten einfach nicht, dass ihr Mann sie in einem solchen „Ausnahmezustand“ erlebt.

Werdende Eltern sollten sich gemeinsam auf die Geburt vorbereiten!

 

Paare, welche die Geburt ihres Babys in beiderseitigem Einvernehmen gemeinsam erleben möchten, sollten sich auch zusammen auf das „Abenteuer Geburt“ vorbereiten und einen Geburtsvorbereitungskurs belegen. Besonders wenn es sich um das erste Baby des Paares handelt, ist es äußerst sinnvoll, wenn die werdenden Eltern miteinander an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. In der Regel werden die Kurse zur Geburtsvorbereitung von Hebammen durchgeführt. Sie erklären den schwangeren Frauen und deren Männer / Partner genau, was im Kreißsaal bei der Geburt auf sie zukommen wird. Zudem gibt die Hebamme Auskunft bei sämtlichen Fragen, die von Seiten der Frauen und Männer gestellt werden. Neben Gesprächen und Ratschlägen erlernen die werdenden Mütter auch bestimmte Atemübungen und Entspannungstechniken, welche bei der Geburt zu einer Erleichterung führen. Die Rolle der Männer wird leider oftmals eher nur nebensächlich erwähnt, doch beim Erlernen von Atemübungen werden sie direkt mit einbezogen. Außerdem werden Männern im Geburtsvorbereitungskurs bestimmte Massagetechniken beigebracht, die sie dann während der Geburt bei ihrer Frau anwenden können, um ihr die Schmerzen etwas zu erleichtern. Ansonsten sind Männer im Kreißsaal eher für die moralische Unterstützung ihrer Frau zuständig. Zur Unterstützung der Gebärenden sollte der werdende Vater bei der Geburt neben seiner Frau sitzen bzw. sich oberhalb des Brustbereichs aufhalten, somit ist er auch nicht frontal mit der Geburtsbetrachtung konfrontiert.

Ferner müssen Männer im Kreißsaal auch damit rechnen, dass Frauen bei der Geburt ihre Schmerzen relativ laut veratmen oder sogar schreien und schimpfen… für so manchen Mann kommt dies total überraschend und er kann seine Frau beim Geburtsvorgang kaum wiedererkennen. Der Ausdruck „Kreißsaal“ kommt schließlich nicht von ungefähr, sondern ist auf das Wort „kreißen“, was soviel wie „schreien“ bedeutet, zurückzuführen.
Sollte es bei der Geburt allerdings zu unvorhergesehenen Komplikationen kommen, so dass eine PDA, ein Dammschnitt, eine Glockengeburt, Zangengeburt oder ein Kaiserschnitt erforderlich ist, dann verläuft die Entbindung natürlich ganz anders. Auch darauf sollte jeder werdende Vater vorbereitet sein.
Wird es einem Mann irgendwann zu viel, so sollte er zwischendurch einfach den Kreißsaal verlassen und an die frische Luft gehen oder einen Kaffee trinken, um sich wieder etwas zu erholen. Schließlich bringt es ja nichts, wenn er total erschöpft ist und womöglich umkippt. Paare sollten auf jeden Fall auch über diese Problematik sprechen und tritt diese Situation tatsächlich ein, so sollte die Frau trotz ihrer misslichen Lage Verständnis dafür aufbringen und ihrem Mann deshalb nicht böse sein.

Ist es geschafft und sowohl Mutter und Vater, als auch das soeben geborene Baby haben die Geburt ohne größere Komplikationen überstanden, so steht den ersten innigen Augenblicken zwischen den Eltern und dem Baby – dem so genannten „Bonding“ (frühkindlicher Beziehungsaufbau) – nichts mehr im Wege.

Erfahrungsgemäß lässt die große Freude über das Kind Mütter die Strapazen und Schmerzen bei der Geburt schnell wieder vergessen …und viele Männer, die im Kreißsaal mit dabei waren sind stolz und glücklich, diesen emotionalen Moment der Geburt des Babys miterlebt zu haben. Kann sich ein Mann eben nicht dazu durchringen, seine Frau in den Kreißsaal zu begleiten und bei der Geburt dabei zu sein (weshalb auch immer), so ist es auch in Ordnung, wenn er gleich kurz nach der Geburt sein Kind kennenlernt.

 

Webseite:

www.vorname.com/ratgeber/geburt/maenner-im-kreisssaal-vater-bei-der-geburt-dabei-5143

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Prima Klima: Der Traum vom Süden erfüllt sich am Bodensee

September 11th, 2014

“Eine große Wasserfläche, die wie ein Stück Himmel aussieht, in Erde gerahmt, um Gott als Spiegel zu dienen”, so beschrieb Alexandre Dumas Anfang des 19. Jahrhunderts den Bodensee.

Rund darf man sich den göttlichen Spiegel allerdings nicht vorstellen, denn der See ist lang gestreckt, mit fjordähnlichen Verzweigungen. “Wie versehentlich hingegossen wirkt der See”, sagt die Schriftstellerin Alissa Walser. “Als habe der liebe Gott ihn an einem Silvesterabend beim Bleigießen erschaffen.”

Monsieur Dumas möchte man auch entgegenhalten, dass Deutschlands Südsee von mehr als nur Erde gerahmt ist, nämlich von Bäumen, Hügeln und blühenden Gartenlandschaften, sogar von Palmen, von uralten Klöstern und Schlössern in einer wahrlich himmlischen Komposition.

Als Hermann Hesse 1903 einen Freund am Bodensee besuchte, schrieb er in einem Brief: “Es war ganz herrlich, und ich sah unendlich viel Schönes. Die Rathäuser in Überlingen und Konstanz, das Schloss in Meersburg, die Kirchen der Reichenau und die alte Kanzlei in Überlingen gehören zum Allerschönsten, was ich je gesehen habe.”

Mediterranes Klima

Die Region um den See hat ein mildes, mediterranes und im Sommer fast schwüles Klima. Das liegt auch an der schützenden Lage vor den Alpen. Hier gedeihen Weinreben, Rhododendren und Palmen.

So schön war es hier nicht immer. Im Jahr 724 wagten der Wanderbischof Pirmin und 40 seiner Glaubensbrüder die Überfahrt auf die unbewohnte Insel Reichenau. Der Legende nach war sie von Dornengestrüpp bedeckt und von allerlei schrecklichem Gewürm bevölkert.

Hier gründete der Bischof das erste, noch aus Holz gebaute Kloster. Und als hätte der liebe Gott tatsächlich seine Hände im Spiel gehabt, nahm diese kleine Insel im Untersee, dem westlichen Teil des Bodensees, einen unglaublichen Aufschwung. Bereits am Ende des achten Jahrhunderts war das Kloster Reichenau eine der einflussreichsten Abteien im Reich Karls des Großen und entwickelte sich über drei Jahrhunderte zu einem der bedeutendsten geistigen und kulturellen Zentren Europas.

Katzenminze, Eberraute, Schafgarbe

“Wenn der Reichenauer Abt in kaiserlichem Auftrag zum Papst nach Rom reiste, konnte er nach jeder anstrengenden Tagesetappe auf eigenem Territorium übernachten”, sagt die Insulanerin Ingrid Günther, “auch Pavia und Verona gehörten damals durch Schenkungen zur Reichenau.”

Verbindungen in südliche Gefilde gab es also schon lange. Sie steht in einem Kräutergarten vor der Klostermauer, der zurückgeht auf das Jahr 830, als der Dichtermönch und Botaniker Walahfrid Strabo (der “Schielende”) ihn anlegte. Er züchtete hier 24 Heilkräuter, Küchen- und Zierpflanzen und beschrieb sie in 444 Versen – die Wiege der europäischen Gartenbaukultur.

Ingrid Günther geht zwischen den Beeten umher, erklärt Katzenminze, Eberraute, Schafgarbe und zitiert Strabos Vers über Liebstöckel: “In der Hochzeitsnacht der Braut unters Laken gelegt, und das Notwendigste ist getan.” Des Dichtermönchs grüner Daumen war die Grundlage für die Gartenkultur auf der Insel, heute ist die Reichenau Deutschlands südlichster Gemüsegarten, etwa 12.000 Tonnen werden hier jährlich geerntet.

Auch Karin und Gottfried Böhler waren früher Gemüsegärtner, bis sie vor 14 Jahren begannen, ihr 2500 Quadratmeter großes Grundstück direkt am See in ein mediterranes Gartenparadies zu verwandeln. Zwischen Hortensien, Rosen und blühenden Bäumen sind Skulpturen und marmorne Brunnen platziert, darüber ein blauer Sommerhimmel und südliche Wärme – man wähnt sich glatt in Italien. Zumal etwas typisch Deutsches fehlt: Gartenzäune.

“So was mögen wir auf der Reichenau nicht”, sagt Karin Böhler und lacht. Besucher sind willkommen, auf der Insel hat man dafür eigens das “Garten-Rendezvous” erfunden. Zu dem laden die Besitzer von insgesamt 42 Gärten oder Parkanlagen am Untersee ein.

Hesse und sein liebster Zeitvertreib

Darunter ist auch der erste und einzige Garten, den Hermann Hesse je selbst geplant und angelegt hat. Zwischen 1904 und 1912 lebte der frisch verheiratete Schriftsteller in Gaienhofen auf der Halbinsel Höri am Bodensee, anfangs in einem einfachen Bauernhaus ohne fließendes Wasser und Strom.

Nach drei Jahren zog er in ein Landhaus mit acht Zimmern und freiem Blick über den See bis zum Konstanzer Münsterturm. Zum Anwesen gehörte ein Garten, bald Hesses liebster Zeitvertreib. “Es ist etwas von Schöpferlust und Schöpferübermut beim Gartenbau”, notierte er. “Man kann ein kleines Stück Erde nach seinem Kopf und Willen gestalten, man kann sich für den Sommer Lieblingsfrüchte, Lieblingsfarben, Lieblingsdüfte schaffen. Man kann ein kleines Beet, ein paar Quadratmeter nackten Bodens zu einem lachenden Gewoge von Farben machen.”

Nach jahrzehntelanger Verwahrlosung ist Hesses Baum-Blumen-Heil-und-Nutzpflanzen-Garten nun wiederhergestellt worden. Auf der Halbinsel Höri kann man auch Haus und Garten des Künstlers Otto Dix besuchen, der 1933 als einer der ersten Kunstprofessoren von den Nationalsozialisten entlassen worden war und am Schweizer Ufer des Bodensees sein unfreiwilliges Exil fand. “Ein schönes Paradies”, bemerkte er sarkastisch. “Zum Kotzen schön. Ich stehe vor der Landschaft wie eine Kuh.” Und blieb dann doch sein Leben lang.

Wie Mainau zur Blumeninsel wurde

Auch Mainau, Deutschlands zweite Bodenseeinsel, ist ein schönes Stück Süden. Riesige Zeder- und Mammutbäume umstehen eine Wiese, bunt getupft von Blümchenstreifen. Die Umgestaltung der Mainau zur Blumeninsel begann 1932, als dem jungen Grafen Lennart Bernadotte die Insel von seinem Vater Wilhelm von Schweden zur Verwaltung übertragen wurde.

Der 23-Jährige verzichtete der Liebe wegen auf eine mögliche Thronfolge, heiratete eine Bürgerliche und widmete sich fortan mit Leidenschaft seinem 45-Hektar-Garten. Seit seinem Tod 2004 führen seine Kinder aus zweiter Ehe, Gräfin Bettina und Graf Björn Bernadotte, sein Lebenswerk fort, heute ein Unternehmen mit 300 Mitarbeitern, von denen 60 für den Garten zuständig sind, mit jährlich bis zu anderthalb Millionen Besuchern.

Die verlustieren sich in gestalteter Natur mit überraschenden Blickpunkten und mediterranen Aussichten. Staunend steht man vor der italienischen Blumen-Wassertreppe, die sich bis zum See hinunterzieht, bewundert die Rosenpracht und die von Blumen überspannten Tierfiguren, die wiederum auf Blütenteppichen lagern.

Südseegefühle am Bodensee

Regelmäßig werden auch Mottogärten angelegt, etwa 2012 der Mauritiuspark mit echten Kokospalmen, der Südseegefühle aufkommen lässt – bis die Palmen dann zum Überwintern in die Inselgärtnerei gebracht werden.

Auf der Mainau wachsen natürlich auch Zitronenbäume. Unweigerlich kommt einem bei ihrem Anblick ein Vers von Johann Wolfgang von Goethe in den Sinn: “Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, im dunkeln Laub die Goldorangen glühn, ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, die Myrthe still und hoch der Lorbeer steht, kennst du es wohl?”

Die Frage ist berechtigt. Denn als der Dichter 1782/83 diese Zeilen schrieb, kannte er Italien noch gar nicht. Was wiederum beweist, dass man nicht immer gleich nach Italien fahren muss, um südliche Gefühle aufkommen zu lassen. Eine Reise an den Bodensee tut es auch.

Zuerst erschienen auf:

http://www.welt.de/reise

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Zwetschgen-Crumble

September 2nd, 2014

Zutaten

750 g Zwetschgen
60 g Zucker
1 1/2 TL Zimt
1 EL Zitronensaft
1 EL Marsala
100 g Haferflocken, (zart)
90 g Zucker, braun
75 g Mehl
90 g Butter

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 40 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und halbieren.

In einer Schüssel die Zwetschgenhälften mit dem Zucker, 1 TL Zimt, Zitronensaft und Marsala mischen. Anschließend die Zwetschgen in einer mit Butter eingefetteten Auflauf- oder Quicheform (28 cm) verteilen.

Ofen auf 180°C vorheizen.

In einer zweiten Schüssel vermischt ihr die Haferflocken, braunen Zucker, 1/2 TL Zimt und Mehl. Nun knetet ihr die weiche Butter ein bis sich alles vermischt hat und verstreut die Mischung krümelweise über die Zwetschgen.

Zwetschgen-Crumble für ca. 40 Min. goldbraun backen. Wer die Krümel noch etwas knuspriger und knackig braun mag, kann zum Schluss kurz die Grillfunktion am Ofen einstellen bis die gewünschte Bräune erreicht ist.

Zwetschgen-Crumble schmeckt am besten, wenn ihr ihn noch heiß serviert.

Dazu passt Schlagsahne oder Vanilleeis.ute von dir zubereitet wird.

 

 

zur Webseite:

http://www.chefkoch.de/rezepte/1956161318339302/

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Anforderungen an den Kindergartenbedarf

August 11th, 2014

Durch Kindergartenbedarf werden Kindergärten, Krippen, Räume für Krabbelgruppen, Schulhorte und Reha-Einrichtungen so ausgestattet, dass sie den Kindern als sicherer Erfahrungs- und Spielraum dienen können. Nicht zu vergessen sind die nötigen Accessoires und Utensilien, die zum Essen, Windeln und Schlafen dazugehören und allesamt sicher und qualitativ hochwertig sein müssen.

Kindergartenbedarf schafft eine bestimmte Atmosphäre

Die Ausstattung eines Gruppenraumes, der die Basis für die Aktivitäten der Kleinen darstellt, schafft eine ganz bestimmte Atmosphäre, die als essenziell gilt. Das Wort “Wohlfühlatmosphäre” greift hier sicher zu kurz, kennzeichnet jedoch einen wichtigen Teilbereich, denn wohlfühlen müssen sich Kinder und Erzieherinnen auch. Geborgenheit ist ein wichtiges Moment für die Kinder, Sicherheit ist unabdingbar, und zwar auf jedem Quadratzentimeter und bei jedem Einrichtungsstück – vom kleinsten Spielzeug bis zu Tischen, Stühlen und Schränken. Weitere Eigenschaften sollten Farbenfreude und Anregungspotenzial sowie Abwechslungsreichtum sein. In all ihren Entwicklungsstufen müssen die Kinder immer wieder gern in die Einrichtung wollen, die so toll ausgestattet ist und in der sie sich entsprechend ihren Bedürfnissen aktiv bewegen oder auch zurückziehen können. Beides ist für die individuelle Entwicklung der kleinen Persönlichkeiten wichtig.

Räume für Kinder schaffen

Mit der richtigen Ausstattung stellen sich bestimmte Räume für Kinder her, die diese benötigen, etwa ein “Nestraum” oder eine “Höhle” aus weichen, bunten Schaumquadern, in die sich kleine Jungen mit großem Vergnügen zurückziehen, ein Bällebad, in dem sie sich drehen und kugeln können, oder eine Mini-Rutsche im Raum, auf der sie ihren Bewegungsdrang ausleben können. Vormalige Krabbler erforschen mit zunehmender Mobilität immer mehr ihre Umgebung und benötigen dabei die richtige Raumausstattung. Sie ziehen sich hoch, richten sich an Tischen und Spielschränkchen auf, versuchen ihre ersten Schritte und hantieren mit ihren Spielgeräten. Dabei entdecken sie die Vielfalt des umgebenden Raumes. Nach den ersten Schritten lassen sich kleine Eroberer nicht mehr aufhalten. Nun kriechen, krabbeln, laufen, klettern und rutschen sie, sie verstecken sich und fangen sich gegenseitig. Das dient dem Ausprobieren, nötigen Untersuchungen der Umgebung und dem intensiven Beobachten, durch das die Jüngsten ihre Umwelt neugierig erfühlen und erforschen.

Funktionelle Materialien

Jedes Spielzeug für die Kinder, aber auch alle Einrichtungsgegenstände, Besteck, Teller und Gläser werden auf ihre Funktionalität untersucht. Diese Dinge müssen daher sicher sein, die Kinder stecken sie in den Mund und probieren gelegentlich, ob die schönen Sachen härter sind als der Kopf des Spielgefährten. Also müssen die Kindereinrichtungen sämtliche Materialen in all ihrer Funktionalität aus elastischem, nach Möglichkeit weichem, jedoch auch belastbarem Material bestellen. Damit experimentieren, spielen, forschen, bauen und basteln die Kinder, sie sammeln ihre ersten wichtigen Lebenserfahrungen. Ihre Spielpartner werden zunehmend interessanter für sie, erste Freundschaften entstehen. Die Tage erscheinen den Kindern immer spannender. Funktionelles und dabei höchst sicheres Material bei der Kita-Ausstattung trägt sehr maßgebend dazu bei.

Anforderungen an den Kindergartenbedarf

Alle Gegenstände und Materialien einer Kita oder Krabbelgruppe, des Spielzimmers einer Tagesmutter oder einer Reha-Einrichtung müssen qualitativ hochwertig, TÜV-zertifiziert, wirksam und unbedenklich sein. Die Beschaffenheit soll robust, die Verarbeitung exakt, die Form anregend und ansprechend ausfallen. Das garantiert die größtmöglichen Spielmöglichkeiten und Lerneffekte für die Kinder. Langlebigkeit und Vielseitigkeit gelten als essenziell, jede Anschaffung soll einigen Generationen von Kindergartengruppen (Kindergartenbedarf) dienen, ohne dass die intensive Nutzung nach einigen Jahren sofort sichtbar wird. Moderne Angebote auf dem Sektor tragen diesen Anforderungen Rechnung.

Bharat Chhabra

 

Original-Quelle:

http://www.online-artikel.de/article

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