Archive for Dezember, 2014

Smarte Helfer am Heizkörper – Marktüberblick Smart Home: So sparen Sie intelligent bis zu 30 Prozent Heizkosten

Dienstag, Dezember 30th, 2014

Auch wenn in Deutschland noch kein Schnee liegt: Der Winter kommt bestimmt – und dann ist Heizen angesagt. Zwar sind die Heizkosten zuletzt gesunken, Heizöl ist sogar so günstig wie seit Jahren nicht. Mittelfristig erwarten Experten jedoch, dass Öl und Gas wieder deutlich im Preis steigen.

Wer dauerhaft seine Heizkosten senken will, hat deshalb nur eine Wahl: Mit dem richtigen Heizverhalten den Verbrauch dramatisch senken. „Smarte“ Thermostate oder Heizungssysteme versprechen bis zu 30 Prozent Heizkosten-Einsparung. Das gilt sowohl für Altbau- als auch für Neubauwohnungen – und auch für Mieter.

 

Jeden Heizkörper einzeln programmieren

Gerade ältere Heizungen lassen oft nur grobe Temperatureinstellungen zu: von leicht warm bis heiß. Auf das Verhalten der Bewohner im Haus oder in der Wohnung nehmen sie keine Rücksicht. Kleine technische Helfer schaffen da Abhilfe. Intelligente Thermostate können problemlos an jedem Heizköper einer Wohnung montiert werden. Über sie können die Bewohner ihr persönliches Heizprofil programmieren, das die Wärme jedes Raums auf Wunsch anpasst und die Heizung zeitgesteuert an- und ausschaltet. Dann wird zum Beispiel das Badezimmer morgens früh angenehm warm aufgeheizt. Nach der morgendlichen Toilette aller Bewohner fährt das Thermostat die Heizleistung automatisch wieder zurück. Er kurz bevor die Bewohner von der Schule oder der Arbeit zurückkehren, fährt das Thermostat die Heizung wieder an.

Einige dieser „smarten“ Thermostate lassen sich zusätzlich per Fernbedienung vom Smartphone aus steuern. Damit ist der Zugriff auf jedes einzelne Thermostat möglich. „Dieses System lässt sich sogar noch ausbauen“, erzählt Sigfried Pongratz, Leiter der Abteilung Smarte Technologien beim Verband der Elektrotechnik. Dafür müssen die kleinen Helfer allerdings miteinander vernetzt werden; zum Beispiel per WLAN. In einem echten Smart Home können die einzelnen Thermostate noch genauer aufeinander abgestimmt und das Heizsystem von unterwegs via Tablet, PC oder Smartphone konfiguriert werden.

Das Smartphone weiß, ob jemand zu Hause ist

Eine solche „smarte“ Steuerung ist auch direkt am zentralen Heizungssystem möglich. „Über Wärmesensoren in den einzelnen Räumen hat der Hausbesitzer dann die Temperaturen an jedem Ort in seinem Haus im Blick und kann diese regulieren“, sagt Pongratz.

Auch dieses System kann noch einmal erweitert werden; etwa um funkbasierte Tür- und Fensterkontakte. Dieses Feature bietet zum Beispiel das Smart Thermostat der Firma Tado. „Unser ‚smartes‘ Heizsystem reagiert auf das Öffnen von Fenstern und Türen und passt die Wärmezufuhr in dem entsprechenden Raum an“, erklärt Tado-Sprecherin Stefanie Sedlak. Das System lasse sich zudem mit den Smartphones der Hausbewohner verbinden und reagiert dann auf deren Bewegungen im Haus. „Wenn der letzte Bewohner mit seinem Smartphone das Haus verlässt, fährt das System die Wärmezufuhr des gesamten Hauses automatisch runter.“

Surftipp:

Lösungen für Mieter

Die Möglichkeiten zur intelligenten Haussteuerung sind vielfältig. Für Mieter ist es meist am sinnvollsten, Thermostate für einzelne Heizkörper zu nutzen, da sie in der Regel keinen Zugriff auf die zentrale Heizung haben. Unternehmen wie EQ-3 haben ihr Angebot darauf abgestellt. „Mit unserem Energiesparregler N richten wir uns an Kunden, die nur einzelne Heizkörper einstellen wollen“, sagt Sprecherin Helena Delmenhorst. Über das HomeMatic-System können alle smarten Thermostate miteinander vernetzt und über eine App gesteuert werden. Wer will, kann zusätzliche Zwischenstecker erwerben und damit nicht nur seine Heizung per App steuern, sondern auch das Licht und andere elektronische Geräte über das Smartphone bedienen.

Musterrechnung: So schnell lohnen sich smarte Thermostate

Die Anbieter versprechen, dass Wohnungs- und Eigenheimbesitzer mit der neuen Technik bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen können. Ein Rechenbeispiel zeigt, dass sich der Aufwand lohnt:

Laut dem bundesweiten Heizspiegel 2014 zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im letzten Jahr durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten. Für „smartes“ Heizen sind fünf bis sechs intelligente Thermostate an den Heizkörpern nötig. Diese kosten in der Anschaffung rund 150 Euro kosten, reichen aber bereits aus, um die Heizkosten im Jahr um 300 Euro zu senken.

Normalerweise können die Bewohner die smarten Thermostate selber an den Heizkörpern anbringen. „Ein wenig technikaffin sollte der Kunde schon sein“, rät Delmenhorst. Will ein Hausbesitzer jedoch sein zentrales Heizungssystem mit einer smarten Steuerungseinheit versehen, sollte diese auf jeden Fall von einem fachkundigen Heizungstechniker installiert werden.

Die Homepage besuchen:

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/smarthome/smarte-helfer-am-heizkoerper-marktueberblick-so-sparen-sie-intelligent-bis-zu-30-heizkosten_id_4350446.html

Tags: , , ,
Posted in Energiesparen | Kommentare deaktiviert für Smarte Helfer am Heizkörper – Marktüberblick Smart Home: So sparen Sie intelligent bis zu 30 Prozent Heizkosten


Gewusst wie: Einen seriösen Schlüssel­dienst finden

Mittwoch, Dezember 24th, 2014

Sie bringen kurz den Müll raus, vergessen den Schlüssel – und schon ist es passiert: Die Tür fällt zu, Sie haben sich ausgeschlossen. Ein Schlüssel­dienst muss her. Unseriöse Anbieter nutzen häufig die Notsituation der Kunden aus. test.de sagt, wie Sie sich davor schützen können.

Sie benötigen:

  • Nette Nach­barn mit PC oder Handy mit Internet­anschluss oder Telefon­buch
  • Telefon

Schritt 1

Nehmen Sie nicht den erst­besten Schlüssel­dienst, der zum Beispiel Werbung neben die Klingelschilder an Ihrem Haus geklebt hat. Andere Anbieter nennen sich „AAA Dienst“, um im Telefon­buch ganz vorn zu stehen, oder schalten besonders große Anzeigen. Fragen Sie einen Nach­barn, ob Sie bei ihm das Internet oder ein Telefon­buch nutzen können, um einen seriösen Schlüssel­dienst mit voll­ständiger Anschrift in der Nähe zu finden.

Schritt 2

Klären Sie schon am Telefon den Preis. Für das einfache Öffnen einer zugefallen Tür sind tags­über laut Verbraucherzentrale Berlin etwa 100 Euro üblich. Nachts und am Wochen­ende darf es mehr sein, aber nicht doppelt so viel wie am Tag. Weigert sich der Schlüssel­dienst, Ihnen den Preis zu nennen, wenden Sie sich an einen anderen Anbieter.

Schritt 3

Fragen Sie, wann der Schlüssel­dienst kommen kann und wie viel die Anfahrt kostet. Es kommt vor, dass Schlüssel­dienste Orts­nähe durch eine Rufnummer mit Orts­vorwahl nur vortäuschen. In Wirk­lich­keit leitet sie Ihren Anruf in eine andere Stadt weiter. Der Hand­werker kommt dann erst nach langer Warte­zeit und mit vielen Kilo­metern Anfahrt, die er sich natürlich von Ihnen bezahlen lässt.

Schritt 4

Lassen Sie sich eine detaillierte Rechnung geben. Die Verbraucherzentrale Berlin empfiehlt, die Rechnungs­positionen kritisch zu prüfen und nichts zu unter­schreiben. Fühlen Sie sich bedroht oder unter Druck gesetzt, scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu rufen. Der Gesetz­geber verbietet stark über­höhte Rechnungen.

Schritt 5

Falls Sie einen über­höhten Betrag zahlen, können Sie das zu viel gezahlte Geld anschließend zurück­fordern. Die Verbraucherzentrale Berlin bietet dafür ein Musterschreiben mit Rechtsprechungsübersicht an.

Erschienen in: Finanztest 12/2014 Steuern sparen: Die besten Tipps zum Jahres­ende 4,90 € Heft ansehen

 

Zuerst veröffentlicht auf:

https://www.test.de/Gewusst-wie-Einen-serioesen-Schluesseldienst-finden-4776976-0/

Tags: , , ,
Posted in Heim und Familie | Kommentare deaktiviert für Gewusst wie: Einen seriösen Schlüssel­dienst finden


New York: Ellis Island war Tausenden ein Tor in die Freiheit

Samstag, Dezember 20th, 2014

Gleich hinter der Freiheitsstatue war die Freiheit erst einmal wieder zu Ende. Befragungen, Untersuchungen, Tests – erst danach ging es in das Land der Freiheit und vielleicht sogar des Wohlstands. Wenn man nicht wieder zurückgeschickt wurde.
Ellis Island im Hafen von New York war mehr als ein halbes Jahrhundert das Tor zu den USA, an dem Tausende auf Einlass hofften. Vor 60 Jahren – am 12. November 1954 – wurde das Aufnahmelager geschlossen, heute ist es eine der wichtigsten Attraktionen New Yorks.
Fast jeder Amerikaner stammt aus einer Einwanderer-Familie. Doch immer hatten die, die schon da waren, Furcht vor denen, die noch kamen; bis heute. Die Segler des 19. Jahrhunderts ließen ihre menschliche Fracht zumeist einfach an Land, doch nach und nach entwickelten die Bundesstaaten ein Behördensystem.
Schließlich nahm sich Washington der Sache an und ließ eine Insel im Hafen von New York zum großen Auffanglager ausbauen. Dafür wurde ihre Größe verdoppelt, indem man den Erdaushub vom U-Bahn-Bau nutzte. Am 1. Januar 1892 eröffnete die Station mit Krankenhaus, Wäscherei, Restaurant, Kerker und einer großen Halle.
29 Fragen bei der Einreise
In knapp 63 Jahren durchliefen zwölf Millionen Menschen das Auffanglager. Die meisten blieben nur ein paar Stunden da und mussten 29 Fragen beantworten, unter anderem wie viel Bargeld sie hatten. Denn Amerika wollte niemanden, der später der Gesellschaft zur Last fallen würde. Etwa zwei Prozent der Ankömmlinge wurden zurückgeschickt.
Ein Mythos ist es übrigens, dass die Einwanderer zwangsweise englische Namen bekamen. Verschrieb sich der Beamte allerdings bei den seltsamen irischen, polnischen oder deutschen Namen, blieb das zuweilen der neue Familienname.
„Sie haben uns Fragen gestellt“, erinnerte sich Pauline Notkoff 1985 für das Archiv von Ellis Island. „Wie viel ist eins und eins? Wie viel zwei und zwei? Ein Mädchen wurde gefragt: Wie putzt man Treppen? Von unten nach oben oder oben nach unten? Sie antwortete: ,Ich bin nicht nach Amerika gekommen, um Treppen zu putzen.'“ Sie kam rein.
„Manche Familien mussten Tage oder Wochen hier ausharren“, erzählt Michael Burke. „Für sie gab es ein Krankenhaus, in dem über die Jahre 35 Kinder geboren wurden. Es sind allerdings auch 3500 Menschen hier gestorben.“
Burke ist Chef der kleinen Fährgesellschaft, die heute jeden Tag Tausende Touristen zur Insel bringt. Denn 1954 schloss Ellis Island, weil der Einwandererstrom nicht mehr nur zentral an einem Ort bewältigt werden konnte. Seit 1991 ist die Insel ein Museum.
Tarzan unter Habenichtsen
„Die meisten sind einfach neugierige Touristen“, sagt Joe Moran, Kapitän eines der Touristenschiffe. „Aber viele sind auch Kinder oder Enkel von Einwanderern.“ Und immer mal wieder komme ein sehr alter Mann oder eine sehr alte Frau zu ihm, ein, zwei Dutzend Kinder und Enkel im Schlepptau, und sage ihm: Wissen Sie was, da bin ich als Vierjähriger angekommen, und jetzt habe ich eine große Familie.
Viele berühmte Amerikaner kamen hier als Habenichtse an, etwa Rudolph Valentino (Herzensbrecher), Johnny Weissmuller (Tarzan), Bob Hope (Komödiant), Erich von Stroheim (Regisseur), Edward G. Robinson (Hollywoods Chefgangster), Lucky Luciano (echter Chefgangster), Cary Grant (Hollywoodlegende), Max Factor (Kosmetiklegende), Irving Berlin („White Christmas“) oder Isaac Asimov (Science-Fiction). Fast jeder dritte Amerikaner kann seine Wurzeln auf Ellis Island zurückführen.
Heute ist Ellis Island eine der größten Attraktionen New Yorks. Das heißt, eigentlich nicht: 1998 stellte nach 200 Jahren Streit der oberste Gerichtshof der USA fest, dass die Insel eigentlich zum benachbarten New Jersey gehört. So war selbst Ellis Island in New York eigentlich eine Immigrantin.

URL der Quelle:
www.welt.de/reise/staedtereisen/

Tags: , , ,
Posted in Reiseratgeber | Kommentare deaktiviert für New York: Ellis Island war Tausenden ein Tor in die Freiheit


Wohnungs­eigentum: Alle müssen zahlen, auch wenn’s teuer wird

Montag, Dezember 15th, 2014

Wohnungs­eigentümer haften für Gemein­schafts­eigentum gemein­sam. Selbst wenn es teuer wird, ist die Instandset­zung Pflicht. Wird eine Wohnung unbe­nutz­bar, muss die Reparatur sogar unver­züglich erfolgen. Das hat jetzt der Bundes­gerichts­hof entschieden. Drei Eigentümer von Wohnungen in einem Haus müssen nun 54 500 Euro aufbringen und zwei von ihnen wahr­scheinlich auch noch Schaden­ersatz zahlen. test.de erklärt die Rechts­lage.

Pfusch am Bau

Die Immobilie im Amts­gerichts­bezirk Ander­nach war ursprüng­lich ein Zweifamilien­haus. Dann baute einer der damaligen Eigentümer den Keller zu einer selbst­ständigen Wohnung um und verkaufte sie für 82 000 Euro. Die Käuferin zog ein. Wenig später traten Wasser­schäden auf. Ursache: hand­fester Pfusch am Bau. Die Außenwände waren sanierungs­bedürftig. Kosten­punkt: 54 500 Euro. Die Eigentümer­versamm­lung tagte und beschloss mit zwei gegen eine Stimme: Wir machen erst mal gar nichts. Hintergrund vermutlich: Die beiden Eigentümer der Wohnungen im Erd- und Ober­geschoss waren knapp bei Kasse.

Streit vor Gericht

Inzwischen war die Kellergeschoss-Wohnung unbe­wohn­bar. Die Eigentümerin schaltete einen Rechts­anwalt ein und zog gegen die beiden anderen Wohnungs­eigentümer vor Gericht. Das Amts­gericht urteilte für sie, das Land­gericht Koblenz hob das Urteil wieder auf. Derart viel Geld sofort zahlen zu müssen, über­schreite die Opfer­grenze hatten die Richter in Koblenz argumentiert. Der Bundes­gerichts­hof dagegen urteilte heute: Die beiden Eigentümer müssen nicht nur ihren Anteil an der Sanierung des Gemein­schafts­eigentums über­nehmen, sondern der Dritten im Bunde wohl auch noch Schaden­ersatz zahlen, weil sie ihre Wohnung wegen der Mängel am Gemein­schafts­eigentum nicht nutzen konnte. Mit den Einzel­heiten muss sich jetzt noch mal das Land­gericht Koblenz befassen.

Pflicht zur Instandset­zung

Eigentümer­gemeinschaften stehe bei der Entscheidung über Reparaturen am Gemein­schafts­eigentum normaler­weise ein Entscheidungs­spielraum zu, erklärten die Bundes­richter ihr Urteil. Wenn allerdings eine Wohnung wegen Mängeln am Gemein­schafts­eigentum nicht benutz­bar sei, werde die sofortige Instandset­zung zur Pflicht. „Für die Berück­sichtigung finanzieller Schwierig­keiten oder des Alters einzelner Wohnungs­eigentümer ist in solchen Fall­konstellationen kein Raum“, heißt es in der Presse­mitteilung des Bundes­gerichts­hofs zum Urteil.

Prüfung vor Kauf

Von einer solchen Situation betroffenen Eigentümern bleibt nur, das erforderliche Geld per Kredit zu beschaffen oder schnell einen Käufer zu finden. Der Fall zeigt außerdem: Wer eine Eigentums­wohnung kaufen möchte, muss den Zustand des Gemein­schafts­eigentums ganz genau prüfen oder prüfen lassen.

Bundes­gerichts­hof, Urteil vom 17.10.2014
Aktenzeichen: V ZR 9/14

 

Siehe hier:

https://www.test.de/

Tags: , ,
Posted in Immobilien | Kommentare deaktiviert für Wohnungs­eigentum: Alle müssen zahlen, auch wenn’s teuer wird


Problem: Ein gebrauchtes Smartphone für die Tochter

Sonntag, Dezember 14th, 2014

Wer Kinder hat, weiß, was es alles für Wünsche gibt, die erfüllt werden wollen. Einem Grundschulkind kann man heute eigentlich ein Handy oder Smartphone nicht verwehren. Erstens haben alle Kinder aus der Klasse eines und zweitens ist es halt auch praktisch, sein Kind erreichen zu können bzw. von seinem Kind angerufen werden zu können. Ich hatte also kapituliert und meiner Tochter ein Smartphone versprochen. Aber, das muss ich zugeben, ein neues Smartphone im Laden zu kaufen, war mir zu teuer und einen festen Vertrag mit 2 Jahren Laufzeit wollte ich auch nicht eingehen. Der Ausweg?
Ich hatte vor, ein gebrauchtes Handy oder Smartphone in einem guten An- und Verkauf in Berlin zu erstehen und dieses mit einer Prepaid-Karte mit 20,00€ Guthaben zu füttern. Also fragte ich einige Freunde und Bekannte, ob sie nicht einen Tipp hätten, wo man ein gutes gebrauchtes Smartphone erstehen könne. Ich hatte 2 Adressen in Berlin und ging in der Mittagspause da mal hin. Der erste Laden wirkte auf mich nicht gerade vertrauenserweckend. Vor dem Laden standen komische Leute rum und im Schaufenster, das auch schon ziemlich lange nicht mehr geputzt wurde, lagen mehr oder weniger verstaubte Handys. Der Eindruck von außen war so schlecht, dass ich nicht mal reinging. Schon etwas genervt ging ich am nächsten Tag zu dem anderen empfohlenen Laden, wobei ich da bereits keine großen Erwartungen mehr hatte. Umso mehr wurde ich überrascht. Ein heller, freundlicher Laden mit 2 sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeitern. Ich erklärte meinen Wunsch, Handy für die 10-jährige Tochter, gebraucht und nicht zu teuer. Man zeigte mir verschiedene Modelle wie Samsung Galaxy, HTC One und iphones. Meine Tochter meinte noch, falls es irgendwie geht, sollte es ein iphone sein, weil auch ihre beste Freundin eins hat. Das sind dann die Kriterien, wonach man sich ein Smartphone aussucht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihr ein iPhone schenken könnte, die Dinger sind halt auch gebraucht noch relativ teuer. Der Händler bot mir ein iPhone 4 an, das wirklich sehr gepflegt aussah und dem man sogar ein neues Glas eingebaut hatte. Er wollte 180,00€ dafür mit 6 Monaten Garantie. Mir schien der Preis sehr fair zu sein und weil ich wusste, wie sehr sich meine Tochter über das iPhone freuen würde, griff ich zu. Der Inhaber des An-und Verkaufladens setzte mir gleich noch eine Prepaid-Karte ein, sodass das iPhone sofort einsatzbereit war. Meine Tochter flippte fast aus, als ich ihr das iPhone 4 überreichte, sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie das bekommen würde. Ich war zufrieden, außerdem hatte ich jetzt nicht nur eine zuverlässige Adresse für gebrauchte Smartphones in Berlin, der An- und Verkauf hatte auch gebrauchte Laptops, Notebooks und Tablets im Angebot, sondern auch einen Laden, der bei allen gängigen Smartphones die Displays, Touchscreens und einzelne Bauteile für wenig Geld austauschen konnte.

Tags: , , , ,
Posted in Kinder | Kommentare deaktiviert für Problem: Ein gebrauchtes Smartphone für die Tochter


Weltumseglung mit Kind – geht das?

Sonntag, Dezember 14th, 2014

Ohne Windelvorrat, ohne Familienhotels, ohne Multivan und ohne die ständige Frage: ist das auch sicher? Vielleicht ist reisen mit Familie gar nicht so kompliziert, wie wir oft denken. Hier kommen Experten zu Wort, die mit ihren Familien Abenteuer erleben: Sie segeln, klettern und ziehen auf eigene Faust los.

Teil zwei unserer Serie: Ben Hadamovsky (47) ist fünf Jahre lang mit seiner Familie um die Welt gesegelt. Als es losging, waren seine Kinder ein und drei Jahre alt.

 

„Eigentlich wollten wir nur zwei Jahre Auszeit nehmen. Ich wollte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und war von dem Leben in Deutschland gefrustet. Aber das Geld reichte dann doch länger als geplant. Die fünf Jahre Reisezeit haben sich einfach so ergeben: Als wir die Kanaren erreichten, merkten wir, dass es schwierig werden würde, von dort aus zurückzusegeln. Also haben wir den Atlantik überquert und uns so Schritt für Schritt um die Welt getastet. Hätten wir gleich die Idee gehabt, einmal um die Welt zu segeln, wären wir vielleicht gar nicht aufgebrochen. 

Wir haben uns viel Zeit gelassen, waren etwa ein halbes Jahr in Portugal und sechs Monate in Neuseeland; in Griechenland habe ich am Ende der Reise auch gearbeitet.

Das erste Jahr war haarsträubend: Meine Frau und ich hatten die Kinder nie zuvor zusammen erzogen, weil ich nur jedes zweite Wochenende zu Hause war. Plötzlich hatte ich Lisa und Nils nonstop um mich herum. In meinem Job war ich immer der Chef, hatte alles im Griff, und musste nun meine Grenzen neu kennenlernen – auf einem knapp zehn Meter langen Boot.

Wir haben uns gut vorbereitet mit Rettungsinsel, Satellitentelefon und einem dicken Erste-Hilfe-Koffer, trotzdem haben uns unsere Freunde für verrückt erklärt. Die Rettungsutensilien haben wir auf der ganzen Reise nie gebraucht. Vielleicht auch, weil an Bord strenge Regeln galten: An Deck mussten die Kinder immer einen Sicherheitsgurt tragen, der an einer Leine hing. Eine Schwimmweste hätte keinen Sinn gehabt. Wenn jemand ins Meer fällt, ist er weg. Die Leine dagegen war so kurz, dass man nicht mal aus dem Boot herausfallen konnte.

Angst hatte ich schon ab und zu, am schlimmsten waren die Piraten, auf die wir im Golf von Aden gestoßen sind. Zum Glück kamen sie nur bis auf hundert Meter an unser Boot heran und nicht näher.

Besonders gut hat es uns in Neuseeland gefallen, im gesamten Pazifikraum, aber auch auf La Gomera und am Rio Guadiana in Portugal. Wir könnten uns vorstellen, mal wieder loszuziehen, aber unser Boot haben wir nach unserer Rückkehr verkauft. Es soll nicht nur im Hafen liegen, sondern um die Welt segeln.“

 

externer Link zum Artikel:

www.nido.de/artikel

Tags: , , ,
Posted in Bootfahren | Kommentare deaktiviert für Weltumseglung mit Kind – geht das?


Trauerbegleitung:

Freitag, Dezember 12th, 2014

Als Marens Lebensgefährte mit 36 Jahren an Krebs stirbt, ist ihre Freundin Karla erfüllt von Trauer und Mitleid. Aber auch von Angst. Wie soll sie Maren begegnen? Wie soll sie sich verhalten? Wie vermeidet sie es, etwas Falsches zu sagen? Geht sie Maren auf die Nerven, wenn sie vorbeischaut? Lässt sie sie allein, wenn sie nicht vorbeischaut? Klingen Beileidsbekundungen nicht immer wie leere Floskeln? Wie kann sie ihr helfen in der schweren Zeit?

Wenn der Tod nicht zum Leben gehört

Die meisten Menschen sind mit der Trauer eines anderen überfordert, fühlen sich hilflos und unfähig. Vor allem dann, wenn sie bisher selbst wenig Erfahrung mit dem Tod gemacht haben. Dies ist hierzulande nicht außergewöhnlich: Aufgrund des medizinischen Fortschritts werden viele Menschen erst spät mit dem Tod konfrontiert. In anderen, ärmeren Ländern gehört er zum Leben, zum Alltag. „Bei uns aber gibt es keinen allgemeinen Erfahrungsschatz mehr, was Trauer angeht“, sagte Doris Dörrie einmal in der BRIGITTE. Die Regisseurin hat 1996 ihren Mann Helge Weindler verloren. „Nur wenige Menschen bei uns wissen, wie sich Trauer anfühlt.“ Um so radikaler zeigt ein Todesfall die eigene Endlichkeit auf und schürt die Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen.

Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand

Wer mit Trauer konfrontiert wird, sollte wissen: Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand. Das Wichtigste, was man für einen trauernden Menschen tun kann, ist da zu sein. „Nähe zeigen, ab und zu anklopfen, immer wieder kleine Einladungen platzieren“, empfiehlt der freie Theologe Jochen Jülicher, der in der Trauerbegleitung aktiv ist. Das Angebot, „Du kannst mich jederzeit anrufen“ nützt gar nichts. Dieser Satz macht den Trauernden zum Bittsteller – in einer Situation, in dem es ihm nicht möglich ist, auf andere Menschen zuzugehen. Viel besser ist die konkrete Ankündigung: „Ich ruf dich morgen wieder an!“ oder „Ich komme Mittwoch wieder vorbei“. Doris Dörrie bestätigt diese Erfahrung: „Der Trauernde kann nicht anrufen, wenn er etwas braucht. Nein, man muss immer wieder selbst anrufen, auch hinnehmen, dass der Trauernde sagt: ‚Ich kann jetzt nicht telefonieren‘, und dann trotzdem wieder anrufen.“

Es kann auch helfen, konkrete Unterstützung anzubieten: Kann ich dir die Kinder abnehmen? Dir beim Einkaufen helfen? Sollen wir gemeinsam den Grabstein aussuchen? Wen laden wir zur Beerdigung ein?

Das Wichtigste: Da sein, nah sein

Präsent zu sein ist die wichtigste Aufgabe in der Trauerbegleitung. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einem die Worte fehlen. „Jedes verrenkte Wort ist besser als gar keins. Und jede einfache Anwesenheit ist besser als keine Anwesenheit“, betont Dörrie.

Eigentlich ist es nicht viel, was man tun muss: Dem anderen offen gegenüber treten, aufmerksam sein, zuhören und ehrlich sein. In der Regel sind spontane Reaktionen richtig, denn sie kommen von innen. Je nachdem, wie das Verhältnis zum Trauernden ist, können auch nonverbale Reaktionen helfen – den anderen in den Arm zu nehmen und zu drücken beispielsweise. Und keine Angst vor Tränen zu haben. Das hilft viel mehr als zu sagen: „Es war doch eine Erlösung“, oder wenn ein Kind gestorben ist: „Du hast doch noch die anderen“, oder „Das Leben geht weiter“.

BRIGITTE-Redakteurin Beatrix Gerstberger war im sechsten Monat schwanger, als ihr Mann Gabriel Grüner auf einer Recherchereise im Kosovo erschossen wurde. „‚Die Zeit heilt alle Wunden‘, ‚Es wird schon wieder eine große Liebe geben‘ – solche Sätze habe ich als furchtbar empfunden“, sagt sie. Einem Menschen, der trauert, sollte man auch nicht unbedingt die eigenen Erfahrungen überstülpen, etwa die mit dem Tod der eigenen Mutter. Das wertet das Leid des anderen ab und bedeutet für viele Trauernde: „Ich erkenne nicht an, wie du trauerst“.

Man kann nicht viel falsch machen

Die Angst vor der Begegnung mit dem Trauernden ist unbegründet: Wer sich nicht grob unsensibel verhält und dem Trauernden nicht aus dem Weg geht, kann eigentlich nichts falsch machen. Und: Auch etwas „falsch“ zu machen, kann helfen, betont der Sozial- und Familienpsychologie Prof. Dr. Hans Goldbrunner. Wer einen Trauernden beispielsweise über einen längeren Zeitraum bemuttert, kann damit Unmut provozieren und erreichen, dass derjenige sich wehrt. Die Wut kann ihn aus seiner Apathie befreien. Für den Trauerprozess kann konfrontatives Verhalten wichtig sein.

Das Schlimmste ist, dem Betroffenen auszuweichen – sich im Supermarkt hinter dem Regal zu verstecken, um eine Begegnung zu vermeiden. „Das spüren die Leute. Trauernde nehmen die Dinge intensiver wahr,“ erklärt Jülicher. Viele Menschen sprechen tatsächlich von einer Überschärfung der Sinne im Leid. Besser, als den Trauernden zu meiden, ist es, die eigene Hilflosigkeit einzugestehen: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“.

Beistand am Todestag

Was kann man an besonderen Tagen tun, am Todestag, am Geburtstag des Verstorbenen, am Hochzeitstag, oder auch am Wochenende, das Hinterbliebene oft als besondere Belastung empfinden? An solchen Tagen ist es schön, sich zu melden, um zu zeigen: „Ich denke an dich“. Noch besser ist es, schon vorher anzurufen und sich zu erkundigen, was der Trauernde an dem Tag vorhat, rät Jülicher. Am Todestag kann man beispielsweise anbieten, mit ans Grab zu gehen. Besonders an kritischen Tagen ist das die größte Hilfe: Nahe sein, präsent sein.

Wenn Zeit vergangen ist

Sind mehrere Monate seit dem Tod eines Menschen verstrichen, ist die Umwelt oft erleichtert, wenn man wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Manche fürchten auch, den Trauernden an den Verlust zu erinnern, wenn er gerade nicht daran denkt oder sogar darüber hinweg ist. Doch Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf beruhigt: Man kann keine Trauer auslösen, indem man von ihr spricht. Im Gegenteil: Man sollte den Verlust immer wieder dezent und einladend ansprechen und genau hinhören, wie der andere reagiert. Man kann ganz simpel fragen, „Wie geht es dir eigentlich damit?“ Viele Trauernde haben sonst das schreckliche Gefühl, dass der Tote totgeschwiegen wird.

Bei den meisten dauert die akute Trauerphase etwa zwei Jahre. Aber jeder trauert anders. Deshalb sollte in jedem Fall gelten: Der Trauernde gibt das Tempo an. Vermeiden sollte man Behauptungen wie ‚Du hast jetzt aber genug getrauert‘ oder ‚Du hast noch nicht genug getrauert‘.

Man sollte auch an sich denken

Jeder Begleitende sollte darauf achten, was er selbst verkraften kann. Niemand kann immer mitfühlend sein, so Goldbrunner. Man sollte sich fragen: Bin ich die einzige Bezugsperson? Gibt es vielleicht jemand anderen, mit dem der Trauernde reden kann? Und man sollte nicht eifersüchtig sein, wenn der Neffe lieber mit der Lehrerin über den Verlust der Eltern spricht als mit der Tante.

In schwierigen Zeiten gerät fast jeder Mensch an seine Grenzen. Sich und anderen das einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Ehrlichkeit. „Viel besser als sich gar nicht zu melden, ist zu sagen, ‚Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll‘,“ sagt Beatrix Gerstberger. „Als verletzend habe ich nur empfunden, dass sich einige Leute nach dem Tod meines Mannes nicht mehr bei mir gemeldet haben.“ Niemand erwartet, dass man ihn von seiner Trauer befreit. Nur, dass man ihn in seinem Leid nicht ignoriert.

 

,Siehe hier:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/trauerbegleitung-533157/

Tags: , , ,
Posted in Heim und Familie | Kommentare deaktiviert für Trauerbegleitung:


Brazilian Waxing-Tipps vom Profi – Kein Do-it-yourself!

Donnerstag, Dezember 11th, 2014

Der Sommer ruft und viele Frauen wollen sich mit Brazilian Waxing auf knappe Bikinis am Strand vorbereiten. Doch können Heimexperimente bei dieser Methode schnell einmal schiefgehen.

Brazilian Waxingzählt zu den Klassikern, wenn es um glatte Haut in der Bikinizone geht. Die oft schmerzhafte Prozedur, bei der die Haare mit Heißwachs an der Wurzel ausgerissen werden, verspricht radikalen Kahlschlag und lang anhaltende Glätte. Doch dafür muss erst der Weg in den Waxing-Salon auf sich genommen werden, womöglich auch ein Termin gebucht und natürlich einiges an Geld ausgegeben werden. Manchen Frauen ist das schlicht zu viel zeitlicher und monetärer Aufwand. Lohnt es sich also, in Heißwachs, Spatel und Co. zu investieren und das Brazilian Waxing einfach zu Hause durchzuführen? Die Waxing-Expertin Noemi Grupenmager sagt im Interview mit dem US-Portal „The Gloss“ eindeutig Nein.

 

Laut der Expertin handelt es sich beim Brazilian Waxing um eine Schönheitsbehandlung, die man auf jeden Fall den Profis überlassen sollte. „Ich denke, dass man Waxing aus vielerlei Gründen niemals zu Hause durchführen sollte“, erklärt Grupenmager mit Nachdruck. „Die größte Gefahr beim Verwenden von Heißwachs sind Verbrennungen“, so die Expertin weiter, „Professionelle Wachser müssen Hunderte Stunden Training und Ausbildung absolvieren, um zu lernen, wie man das Wachs vorbereitet, anbringt und wieder entfernt, damit sie ihr Zertifikat erhalten. Außerdem wachsen sie sich eigentlich niemals selber.“ Auch wüssten Brazilian Waxing-Experten über den Zustand der Haut ihrer Kundinnen Bescheid und informieren sich über medizinische Bedingungen, wie zum Beispiel die Auswirkungen verschiedener Medikamente auf das Waxing.

Komplikationen und Risiken

Auch das professionelle Brazilian Waxing im Salon kann allerdings mit Risiken verbunden sein. Allergien gegen das Wachs treten zwar selten auf, dafür kann sich die irritierte Haut im Intimbereich leicht entzünden. „Wenn dann noch der Slip scheuert, kann man sich dadurch Staphylokokken einschleppen“, erklärt Prof. Hans Wolff von der Klinik für Dermatologie und Allergologie an der Universität München in einem „bild.de“-Beitrag. „In schlimmen Fällen entstehen Pickel, die sich zu eitrigen Pusteln entwickeln. Dann hilft eine antibiotische Salbe vom Arzt oder Apotheke.“

 

Originalbeitrag:

http://www.fem.com/beauty/

Tags: , , ,
Posted in Schlafzimmer | Kommentare deaktiviert für Brazilian Waxing-Tipps vom Profi – Kein Do-it-yourself!


Billigflieger auf der Langstrecke: Für 99 Dollar in die USA! Echt?

Mittwoch, Dezember 10th, 2014

Für 99 Dollar von Europa in die USA fliegen – solche Angebote machen wieder Schlagzeilen. Gerade wirbt die kleine isländische Billigfluggesellschaft Wow Air damit, natürlich mit Stopp in Island.

Wer auf der Wow-Air-Website aber nach solchen Angeboten sucht, findet sie kaum. Schon gar nicht ab deutschen Flughäfen wie Berlin-Schönefeld, Düsseldorf und Stuttgart, die eigentlich von der Fluggesellschaft angeflogen werden. „Das gibt es bisher nur ab Kopenhagen und London-Gatwick“, erklärt eine Firmensprecherin. „Wir hoffen, das ab dem Winterflugplan 2015/16 auch ab Deutschland anbieten zu können.“ Also erst in knapp einem Jahr.

Noch muss man bei Wow Air umständlich zwei einzelne Roundtrip-Buchungen machen, von Deutschland nach Island und dann von dort in die USA und zurück. Mit Gepäckgebühren – pro 20-Kilogramm-Koffer insgesamt 130 Euro – ist man selbst zu den günstigsten Tarifen zum Beispiel für September 2015 bei über 600 Euro. Wer statt der freien fünf gern zwölf Kilogramm Handgepäck mitnehmen will, zahlt noch einmal insgesamt 68 Euro mehr. Auch auf der Umsteigeverbindung ab Kopenhagen kommen beispielsweise im Mai 2015 inklusive Gepäck 560 Euro zusammen.

Schwierige Langstrecke

Das Werbeversprechen muss man also – wie immer – genau prüfen. Und gerade Langstreckenverbindungen haben es in sich, denn sie sind auch für Low-Cost-Carrier wirtschaftlich schwierig zu betreiben. Ist das Flugzeug länger in der Luft,gibt es weit geringere Kostenvorteile gegenüber etablierten Fluggesellschaften. Sprit oder Überfluggebühren kosten für alle gleich viel.

Zudem müssen die Crew und ihre Übernachtungskosten, Wartung und Ingenieure vor Ort bezahlt werden. Nachtflugverbote erschweren zudem die effiziente Umlaufplanung. Außerdem hatten die Billigflieger auf Langstrecken bislang oft ältere, unrentable Flugzeuge. Erst jetzt ändert sich das mit neuen kostengünstigen Jets wie der Boeing 787, deren Kabinenpersonal etwa Norwegian Air Shuttle dann auch zum Teil noch in Günstiglohnländern wie Thailand rekrutiert.

Immer wieder sind daher in den vergangenen Jahren Billiglangstrecken gescheitert, vor allem zwischen Großbritannien beziehungsweise Frankreich und den USA. Innerhalb Asiens und in Australiens sind Airlines wie Air Asia X, Jetstar, eine Billigtochter der australischen Qantas, und neuerdings Scoot, ein Billigableger von Singapore Airlines, durchaus erfolgreich. Scoot ist sogar ein Vorbild für Lufthansas Pläne für den neuen Günstig-Langstreckenanbieter Wings.

Die isländische Mini-Fluglinie Wow Air mit derzeit nur vier Flugzeugen hat trotz Fehlversuchen der Konkurrenz große Pläne und will bis 2016 zehn Flugzeuge betreiben und vier US-Städte anfliegen. Was auf der Webseite nur im Kleingedruckten zu finden ist: Die Flüge zwischen Kopenhagen und Keflavik auf Island werden von der bulgarischen Air Via übernommen. Solche verschachtelten Konstruktionen sind unter Billigfliegern nicht unüblich, für den Kunden aber machen sie intransparent, mit welchem Anbieter und Produkt sie eigentlich fliegen.

Nur Norwegian Air Shuttle fliegt ab Deutschland

Solange Lufthansa noch mit streikenden Piloten zu kämpfen hat und Wow Air auf sich warten lässt, gibt es nur einen einzigen Billigflieger, der mit Umsteigen ab Deutschland in die USA fliegt: Norwegian Air Shuttle bietet ab vier deutschen Flughäfen (Hamburg, Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn und München) Zubringerflüge zu ihren Drehkreuzen an. Von Oslo, Stockholm, Kopenhagen und neuerdings auch London-Gatwick aus fliegt sie mit sieben brandneuen Boeing 787 Dreamliner-Jets in die USA, nach Dubai sowie Bangkok.

No Frills – kein Schnickschnack inbegriffen -, diese Billigflieger-Devise gilt auch für Wow Air und Norwegian Air Shuttle: Bei den Isländern werden an Bord Sandwiches und kalte Snacks für vier bis sechs Euro angeboten – mager für eine so lange Reise. Bei Norwegian kann man immerhin im Vorweg eine warme Mahlzeit mit Getränken buchen – für pauschal 33 Euro pro Flug. Das sollte man aber auch tun, sonst erhält man gar kein warmes Essen und stundenlang keinerlei Service.

Mit einem 20-Kilo-Koffer und warmer Mahlzeit sowie dem Zubringerflug aus Deutschland kostet bei Norwegian etwa der Trip von Berlin nach New York für eine Woche im März 527 Euro, bei Air Berlin sind es für die vergleichbare Reise ohne Umsteigen 631 Euro. Wen es zur gleichen Zeit nach Bangkok zieht, der reist mit Norwegian von Berlin via Oslo für 707 Euro, während Air Berlin ebenfalls mit Umsteigen den Trip für 735 Euro anbietet.

Die Unterschiede zu Netzwerkgesellschaften, die viele Leistungen inklusive bieten, sind also oft nur gering, und die angeblich „billigen“ Anbieter nicht automatisch die billigsten.

 

Siehe hier:

www.spiegel.de/reise/

Tags: , , ,
Posted in Luftfahrt | Kommentare deaktiviert für Billigflieger auf der Langstrecke: Für 99 Dollar in die USA! Echt?


Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!

Mittwoch, Dezember 10th, 2014

Ohne Großeltern hätte Deutschland ein Problem. Weil immer mehr Mütter nach der Babypause zurück in den Job gehen, Krippen und Hortplätze aber rar und oft unbezahlbar sind, kommen Deutschlands Omas und Opas zum Einsatz.

Ein Drittel aller Kinder unter sechs wird laut der Zeitschrift GEO (02/2009) einmal in der Woche von den Großeltern betreut. Omas und Opas im Alter zwischen 55 bis 69 Jahren kümmern sich im Durchschnitt 47 Stunden monatlich um ihrer Enkel, vor allem in Familien, in denen beide Eltern berufstätig oder die Mütter alleinerziehend sind.

 

Großeltern tun Enkeln gut

Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern ist immer etwas Besonderes. Kinder erfahren durch Oma und Opa viel über ihre Wurzeln – und dass ihre scheinbar perfekten Eltern, als sie noch klein waren, auch mal eine Blumenvase zerbrochen haben. Kinder, die regelmäßig von Großeltern betreut werden, haben einen umfangreicheren Wortschatz. Auch bessere Schulnoten und gutes Sozialverhalten werden der Obhut der Oma zugeschrieben.

Großeltern dürfen ihre Enkel verwöhnen

Meistens sind Großeltern mit ihren Enkeln weniger streng als die Eltern. Sie müssen die Kinder nicht erziehen und dürfen sie verwöhnen. Dennoch sollten sich Oma und Opa bei grundsätzlichen Erziehungsfragen mit den Eltern abstimmen und zum Beispiel das Kind nicht stundenlang vor dem Fernseher parken oder so viele Gummibärchen geben, dass das Kind die ganze Nacht Bauchweh hat. Ansonsten ist es kein Drama, wenn die Regeln der Großeltern nicht hundertprozentig deckungsgleich mit denen der Eltern sind. Schon ganz kleine Kinder können verstehen, dass bei Oma andere Regeln gelten als zu Hause.

Tipp: Elternzeit für Großeltern Seit Januar 2009 haben auch Großeltern Anspruch auf Elternzeit, wenn ihre Kinder minderjährig oder während der Schulzeit beziehungsweise Ausbildung ein Kind bekommen haben. Sie können dann bei ihrem Arbeitgeber eine „Großelternzeit“ beantragen.

 

Erziehung früher und heute

Zwischen der Rohrstock-Erziehung der Urgroßeltern und den Antiautoritäts-Ansichten der 68er Generation gehen Pädagogen und Eltern heute den Mittelweg einer Erziehung, die Kindern klare Grenzen setzt, ihre Bedürfnisse aber ernst nimmt.

Das hat sich bei Erziehungsfragen geändert:

  • Erst ab zwei Jahre aufs Töpfchen
    Heute setzt man Kinder frühestens ab zwei Jahre aufs Töpfchen, weil sie dann körperlich in der Lage sind ihre Schließmuskeln zu kontrollieren. Vorher mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen, ist deshalb zwecklos.
  • Es geht auch mit links
    Ein Linkshänder wird nicht mehr zum Rechtshänder umerzogen. Bei Linkshändern steuert die rechte Gehirnhälfte die dominante Hand, bei Rechtshändern ist es die linke Gehirnhälfte. Bei Versuchen Kinder von links auf rechts umzuerziehen, stiftet man deshalb nur Verwirrung im Gehirn. Konzentrations-, Lese – und Schreibschwierigkeiten können die Folge sein.
  • Kinder müssen Oma kein Küsschen geben
    Wenn ein Kind sich abwendet, wenn man es küssen oder streichen will – nicht gekränkt sein! Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit. Setzt ein Kind mit einem „Nein“ klare Grenzen, sollten diese nicht überschritten werden. Kinder fühlen sich dadurch respektiert und kommen so lieber auch mal von sich aus zum Schmusen.
  • Babys nicht schreien lassen
    Ein Baby, das weint, will niemanden ärgern und wird auch nicht zu sehr verwöhnt, wenn man es auf den Arm nimmt. Frühesten ab dem ersten Geburtstag kann man anfangen ein Kind zu erziehen. Vorher ist es wichtig seine Bedürfnisse zu erfüllen. Ob es nun schreit, weil es Hunger hat, ihm langweilig ist, es müde ist oder eine frische Windel braucht – es stärkt Babys Vertrauen in die Welt, wenn auf sein Weinen rasch reagiert wird.
  • Kinder nicht mit Süßem belohnen
    Wenn die Kinder die Auswahl zwischen Schokolade oder netten Worten hätten, würden sie sich ganz klar für Süßes entscheiden. Man erzieht aber Kinder durch die Belohnung mit Süßem dazu, dass sie bald für jede Kleinigkeit ein Gummibärchen einfordern. Lob in einem gesunden Maß ist wichtig. Kinder freuen sich auch über Anerkennung, die man nicht essen kann.

 

Quelle:

http://www.eltern.de/familie-und-urlaub

Tags: , , ,
Posted in Heim und Familie | Kommentare deaktiviert für Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!