Preis-Schock am Ballermann – Mallorca zockt Touristen ab

Februar 20th, 2013

Der Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen wird teurer: Durch die Erhöhung von Steuern, Abgaben und Gebühren müssen Touristen 2013 mehr für Mietwägen, Getränke, Hotels, Gebrauchsartikel und Freizeitattraktionen zahlen.
Die Zeiten des Billigurlaubs auf Mallorca scheinen vorbei zu sein. Die Online-Ausgabe der Mallorcazeitung berichtet, dass drastische Erhöhungen von Steuern, Abgaben und Gebühren im Jahr 2013 nicht nur die Inselbewohner, sondern auch Touristen treffen.

Die Liste der teurer gewordenen Abgaben ist lang: Strom- und Gaspreise steigen bis zu 25 Prozent. Eine neue Ökosteuer trifft Hoteliers, Haushalte und Golfplätze, die viel Wasser verbrauchen. Getränkeverpackungen wie Flaschen und Dosen werden künftig besteuert, was sie um vier bis 13 Cent teurer macht, rechnet die Mallorcazeitung vor. Konkret bedeutet das: Der Preis für Tetrapaks steigt um sieben Cent, Alkohol in Glasflaschen wird um vier Cent und Dosen werden um drei Cent teurer.

Preise für Mietautos und Diskothekeneintritt explodieren

Eine Abgabe als Ausgleich für Schadstoffbelastungen von Kundenfahrzeugen schlägt sich auch auf Mietwagen nieder: Je nach Schadstoffausstoß sollen ab April für Mietautos pro Tag bis zu neun Euro mehr fällig werden. Damit nicht genug. Wer mehr als 300 Kilometer am Tag fährt, muss eine Extra-Gebühr berappen.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres stieg die Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent. Das wirkte sich auf viele Produkte des täglichen Gebrauchs aus, etwa auf Sonnencreme, die dadurch gut 50 Cent mehr kostet, oder die berühmte Paella, die rund einen Euro teuer ist. Das hat die Online-Ausgabe der Bild-Zeitung berechnet. Auch für das Nachtleben müssen Urlauber tiefer in die Tasche greifen, denn von den Erhöhungen sind auch Diskotheken, Konzerte, Theater sowie Freizeitparks betroffen.

50 Millionen Euro will Finanzminister Josep Ignasi Aguilo mit den Erhöhungen von Steuern, Abgaben und Gebühren erwirtschaften, um das Haushaltsloch zu stopfen.

Kapverden führen Touristensteuer ein

Auch weiter südlich, auf den Kapverden, müssen Touristen in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen: Die Inselgruppe vor der westafrikanischen Küste erhebt ab 1. Mai eine Touristensteuer. Für maximal zehn Nächte müssen Urlauber zwei Euro pro Person und Nacht bezahlen. Kinder bis 16 Jahre sind von der Abgabe ausgenommen.

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