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Keine Weinprobe ohne Sekt

Sonntag, März 27th, 2016

Am Ortsausgang von Schliengen im südlichen Markgräflerland, etwa 20 Kilometer von der schweizerischen Grenze entfernt, hat Markus Büchin einiges vor. Dort will der 36 Jahre alte gelernte Weinbautechniker sein eigenes Weingut bauen. Einen langgestreckten, zweigeteilten Bau – einen Verkaufsraum mit Galerie, daneben die Produktions- und Lagerhalle. Im September, rechtzeitig zur Traubenernte, soll dann alles fertig sein. „Künftig werden Weinproben zwischen den Edelstahltanks angeboten“, sagt Büchin. Er ist seit dem Jahr 2007 zunächst nebenberuflich selbständig gewesen. Er hat nun vor kurzem den Schritt gewagt, sein eigenes Weingut aufzubauen.

Er geht dabei nicht den klassischen Weg, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen. In den Neubau investiert er rund 2 Millionen Euro. Schwierigkeiten habe er keine gehabt, die notwendige Finanzierung durch die örtliche Bank zu bekommen. „Normalerweise wird die Landwirtschaft ja immer etwas kritisch angesehen“, sagt der junge Winzer, der bislang seine Weine in der Winzergenossenschaft Haltingen ausgebaut hat. Dort hat er bis vor kurzem hauptberuflich auch als Kellermeister gearbeitet.

Schon während der Schulzeit sei für ihn klar gewesen, dass er einmal einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen wolle. Dabei stammt Büchin nicht einmal aus einer Winzerfamilie. Sein Großvater hatte zwar einen landwirtschaftlichen Betrieb, zu dem auch ein paar Weinberge gehörten. Aber die habe er verkauft, erzählt der Vater von drei Kindern, der zusammen mit seiner 31 Jahre alten Frau, einer Hebamme, das Weingut Büchin aufbaut.

Erfahrungen sammeln in Südafrika

Nach der Ausbildung zieht es ihn für ein Jahr nach Südafrika. Dort werde anders mit dem Thema Wein umgegangen als in Deutschland: „Da wird nicht nur nach dem Zuckergehalt geschaut.“ Neben dem Mostgewicht des unvergorenen Traubensafts wird beispielsweise auf den Säuregehalt geschaut. Der Badener ist während seines Auslandsaufenthalts auf einem Gut tätig gewesen, das von einer schweizerischen Familie betrieben wird. Er habe dort alles gemacht. Dort lernt er auch Traubensorten kennen, die in seiner badischen Heimat nur äußerst selten angebaut werden wie die rote Rebsorte Syrah. Sie zählt zu den edelsten Sorten überhaupt.

Mit 25 Jahren wird er schließlich Kellermeister bei der Winzergenossenschaft Haltingen. Damals der jüngste in Deutschland. Wenig später fängt er an, selbst Wein zu machen. Angefangen habe er mit einem Hektar Rebfläche. Heute sind es insgesamt 18 Hektar. Damit liegt Büchin im Mittelfeld der privaten Weingüter im Markgräflerland. Seine Hauptrebsorten sind Gutedel und Spätburgunder, gefolgt von Grau- und Weißburgunder. Hinzukommen Syrah und Sauvignon blanc.

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Einen Teil der Anbaufläche habe er gepachtet, sagt Büchin. Seine Weinberge liegen zwischen Weil am Rhein und Bad Krozingen. Und in der Mitte befindet sich die rund 7000 Einwohner zählende Gemeinde Schliengen, in der es insgesamt zehn Weingüter inklusive der örtlichen Genossenschaft gibt. Inzwischen verkauft Büchin seine Weine an mehr als 40 Händler in ganz Deutschland sowie in einem kleinen Geschäft vor Ort. Im vergangenen Jahr habe er 140.000 Flaschen abgefüllt.

Wie baut man einen Kundenstamm auf?

Der Weg zum hauptberuflichen Winzer sei jedoch nicht immer einfach gewesen. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts habe er sich auch schon einmal kurz überlegt, das Ganze wieder aufzugeben. Das Problem war der Aufbau eines Kundenstamms: Zunächst habe es nur sehr wenige Kunden gegeben.Und nicht jeder bestelle zudem gleich. Privatkunden zu gewinnen sei ein langwieriger Prozess, sagt Büchin. Deshalb habe er von Anfang an auf den Weinfachhandel und die Gastronomie gesetzt.

Im vergangenen Jahr hat Büchin einen Umsatz von 500.000 Euro gemacht. Rund 60 Prozent der Erlöse werden mit Weißwein gemacht, der Rest mit Rotwein. Winzersekt bietet er gleichfalls an. „Das ist die wichtigste Plattform bei Weinproben. Ohne Sekt geht keine Weinprobe“, sagt Büchin. Das Weingut besteht aus ihm, seiner Frau, die für die Buchhaltung zuständig ist, und drei Angestellten. Im April komme ein weiterer Mitarbeiter hinzu. Ein Angestellter kümmere sich nur um das Marketing. Dabei habe die Vermarktung eine sehr hohe Priorität. Von sich selbst sagt der Winzer: „Ich kann nicht nur im Keller oder im Büro sein. Ich muss raus.“ Aber auch dort draußen macht er Marketing. So bietet er gemeinsam mit der Genossenschaft im Nachbarort Auggen Weinwanderungen an, bei denen die edlen Tropfen zugleich verköstigt werden.

Um seinen noch etwas versteckt liegenden Laden bekannter zu machen, hat sich Büchin ebenfalls etwas einfallen lassen: Zweimal im Jahr findet vor seinem Ladenlokal ein Fest statt. Da kämen immer so um die 1000 Personen, berichtet er. Mit Hilfe solcher Veranstaltungen gelinge es verstärkt, Privatkundschaft zu gewinnen. Über das Internet, also einen Online-Shop, verkauft der noch junge Winzer seine Weine aber nicht. Aber die sozialen Netzwerke Facebook & Co. seien für die Vermarktung wichtig und ein sehr bedeutender Informationskanal, denn der Weinbautechniker bedient eine eher junge Klientel. Die meisten Menschen, die sich für sein Angebot interessierten, seien zwischen 30 und 40 Jahre alt. Und die finden ihn bald in seinen neuen Verkaufsräumen in Schliengen.

 

Aufgespürt auf:

www.faz.net/aktuell/beruf-chance/die-gruender/gruenden-in-guter-lage-keine-weinprobe-ohne-sekt-14136456.html

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Neuheiten ProWein 2015 der Kellerei Zimmermann-Graeff & Müller GmbH & Co. KG

Freitag, Februar 20th, 2015

„LEBENSFREUDE. SEIT 1886“ oder gemäß der internationalen Ausrichtung der ProWein „LOVE LIFE. SINCE 1886.“, so lautet der neue Slogan der Weinkellerei Zimmermann-Graeff & Müller GmbH & Co. KG (ZGM), Zell an der Mosel. Die „Lebensfreude“ zeigt das Unternehmen nicht erst seit dem Wechsel der Geschäftsführung im Sommer 2014, doch das positive Lebensgefühl soll nun verstärkt auch in der verbalen und optischen Kommunikation des Unternehmens zum Ausdruck kommen.

Der ProWein-Messestand von ZGM präsentiert sich dazu in neuem Design. Die Produktneuheiten zeigen, wie bereits im Vorjahr, wie innovativ die Kellerei am Markt ist und spiegeln das neue Motto wider.

Als eines der Highlights wird die farbenfrohe Hamburger Dragqueen Olivia Jones auf der ProWein den neuen Olivia Jones Cranberry Secco präsentieren. Erleben Sie Olivia Jones persönlich und trinken sie mit ihr ein Gläschen Cranberry-Secco am Sonntagnachmittag ab ca. 16 Uhr, und am Montag, von ca. 12 bis 15 Uhr: ZGM-Stand A02, Halle 13.

Menschen möchten insbesondere die außergewöhnlichen Momente im Leben mit Freude genießen, und so passen die Steillagen-Rieslinge der Marke Peter & Peter hervorragend zu diesem (neuen ZGM-) Motto. Mühevoll werden die Trauben in den extrem steilen Hängen an der Mosel von Hand gelesen. Die Qualität ist entsprechend hoch. Mit der Pflege der Weinberge in den Steillagen durch die vielen kleinen und größeren Winzerbetriebe setzt ZGM ein Zeichen zum Erhalt der außergewöhnlichen Kulturlandschaft. Die Marke Peter & Peter stellt auf den Etiketten eindeutig das Anbaugebiet, die Geschmacksrichtung und die Qualitätsstufe Qualitäts- oder Prädikatswein heraus. So findet der Endkunde im Handel einfacher den für ihn passenden Wein. Typisch Riesling, sind die neuen Prädikatsweine Kabinett, Spätlese und Auslese in lange Schlegelflaschen gefüllt, um die Wertigkeit der Steillagenweine zu betonen. In zwei verschiedenen Qualitätsstufen, und damit auch Preiskategorien, werden die Qualitäts- und Prädikatsweine aus handgelesenen Weintrauben angeboten. (3,99 bzw. 5,99 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich ab März 2015)

Auch der neue Coffee Pinotage, eine seltene Spezialität aus Südafrika, der Marke Brandvlei Manor überzeugt mit seiner Wertigkeit. Die Ausstattung besticht, passend zur Weinbezeichnung, durch ihre „Kaffeesack-Haptik“. Der intensive Wein stammt aus Pinotage-Trauben der Region Western Cape in Südafrika. Seine Noten erinnern an dunkle Beeren sowie an dezente Röstaromen von Kaffee und Mokka. Sie entstanden durch das verwendete Eichenholz. Der Coffee Pinotage passt hervorragend zu dunklen Fleischgerichten, herzhaftem Käse oder auch zu dunkler Schokolade. Er eignet sich aber auch ohne Speisekombination für einen gemütlichen Abend zu zweit oder mit Freunden. Angeboten wird der Coffee Pinotage in der hochwertigen, konischen 0,75-l-Flasche und in der praktischen 3,0-l-Bag-in-Box. (4,98 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche und 11,99 € inkl. MwSt./3,0-l-BIB, jeweils empfohlener Verkaufspreis, erhältlich seit Dezember 2014)

Für alle Freunde von Fischgerichten bietet ZGM die neue Weißwein-Serie Happy Fish an. Riesling halbtrocken, Chardonnay trocken und Pinot Blanc trocken wurden gemeinsam mit deutschen Gourmetköchen entwickelt. Die Weine sind perfekt auf unterschiedliche Fischgerichte abgestimmt. Mit der Ausstattung in blauer Flasche und der charmant-auffälligen Illustration auf dem Etikett stehen sie für Freude und sind schnell wiedererkennbar. (3,99 – 4,49 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich ab März 2015)

Wer gerne etwas ausgefallener feiert, für den sollte der neue Olivia Jones Cranberry-Secco genau das Richtige sein. Prickelnd, leicht süß, mit einem fruchtigen Geschmack von Cranberry und dezenten Kirscharomen, versetzt er in Partystimmung.
Olivia Jones sagt zu ihrem neuen Secco: „Ich könnte jeden Tag darin baden, wenn mir danach nicht immer die Klamotten so am Körper kleben würden.“ Auf der ProWein am ZGM-Stand A02 in Halle 13 präsentiert sie persönlich ihren Cranberry-Secco: Sonntagnachmittag, ab ca. 16 Uhr, und Montag, von ca. 12 bis 15 Uhr.  (3,99 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich ab Februar 2015)

Die Serie Shine erweitert ZGM mit einem aromatisierten, weinhaltigen Maracuja-Minze-Cocktail. Fruchtig und erfrischend-belebend schmeckt er, ist genau das Richtige, um nicht nur im Sommer ausgelassene Lebensfreude zu zeigen. Der neue Cocktail reiht sich ein in die Geschmacksrichtung der Trendgetränke wie beispielsweise Hugo, Sprizzer, Caipirinha oder Kir Royal. (1,99 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich seit Dezember 2014)

Das Sortiment der alkoholfreien, prickelnden Kinder-Partygetränke, das ZGM seit 2014 führt, bekommt Zuwachs. ZGM ist es gelungen, zwei weltweite Top-Marken mit ihrer außerordentlichen Bekanntheit zu gewinnen. Mit „Die Schlümpfe“ in der Geschmacksrichtung „Berry Mix“ (Beeren) setzt die Kellerei ein Pendant zu den Hello Kitty-Getränken in der Zielgruppe der Vier- bis Achtjährigen und den Fans der Marke. Fruchtig-prickelnd und selbstverständlich alkoholfrei richtet sich das Produkt tendenziell etwas mehr an Jungs. (2,99 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich ab März 2015) Eine nicht minder bekannte und in 2015 durch die Premiere des Films „Episode VII – Das Erwachen der Macht“ im Fokus stehende Marke stellt „Star Wars“ dar: Für 8- bis 16-jährige Jungs und alle Junggebliebenen gibt es „Star Wars“ in der Geschmacksrichtung „Apple-Cassis“ (Apfel-Johannisbeere) als neues prickelndes, alkoholfreies Partygetränk. (2,99 € inkl. MwSt./0,75-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich ab März 2015)

Nach mehr als einer Millionen verkaufter „Hello Kitty“-Partygetränke in den Geschmacksrichtungen „Apple-Peach“ (Apfel-Pfirsich) und „Berry Mix“ (Beeren) bietet ZGM diese ab sofort auch in der kleinen 0,2-l-Flasche an. So können unter anderem Gastronomen das aus Fruchtsaftkonzentrat und Kohlensäure bestehende alkoholfreie, fruchtig-prickelnde Partygetränk den jungen Damen stets frisch geöffnet servieren.
(1,49 € inkl. MwSt./0,2-l-Flasche empfohlener Verkaufspreis, erhältlich ab März 2015. Der empfohlene Verkaufspreis der 0,75-l-Flasche liegt bei 2,99 € inkl. MwSt.)

Website:

www.about-drinks.com/

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Weinarchitektur – Neue Weingüter: Eine Kiste für den Wein

Samstag, Oktober 26th, 2013

Die Geburtsstunde der sogenannten Weinarchitektur war 1996. In Yountville, Kalifornien, schufen die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron für Dominus ein ultramodernes Weingut, das durch alle Design-Gazetten der Welt flatterte. Im Gegensatz zu den nüchternen, unterkühlten Produktionsstätten, die bis dahin üblich waren, handelte es sich bei der Dominus Winery um ein Stück zeitgenössischer Architektur: viel Stahl, viel Stein, viel Glas. (mehr …)

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